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VDS in Kürze

Wir schätzen unsere deutsche Muttersprache, die „Orgel unter den Sprachen“, wie Jean Paul sie nannte. Um sie als eigenständige Kultur- und Wissenschaftssprache zu erhalten, weiterzuentwickeln und vor dem Verdrängen durch das Englische zu bewahren, gründeten wir im Jahr 1997 den Verein Deutsche Sprache e. V. Er ist eine bunte, große und wachsende Bürgerbewegung mit derzeit über 32.000 Menschen aus nahezu allen Ländern, Kulturen, Parteien, Altersgruppen und Berufen. Allein ein Drittel davon sind Freunde der deutschen Sprache aus Asien oder Afrika.

Wir wollen der Anglisierung der deutschen Sprache entgegentreten und die Menschen in Deutschland an den Wert und die Schönheit ihrer Muttersprache erinnern. Die Fähigkeit, neue Wörter zu erfinden, um neue Dinge zu bezeichnen, darf nicht verloren gehen.

Dabei verfolgen wir keine engstirnigen nationalistischen Ziele. Wir sind auch keine sprachpflegerischen Saubermänner. Fremdwörter - auch englische - sind Bestandteile der deutschen Sprache. Gegen fair, Interview, Trainer, Doping, Slang haben wir nichts einzuwenden. Prahlwörter wie event, highlight, shooting star, outfit, mit denen gewöhnliche Dinge zur großartigen Sache hochgejubelt werden, lehnen wir ab. Dieses „Imponiergefasel“ grenzt viele Mitbürger aus, die über keine oder nur eingeschränkte Englischkenntnisse verfügen.

Unsere Mitglieder kommen aus allen Bevölkerungsschichten in Deutschland und im Ausland (zur Zeit 110 Länder). Wir sind überparteilich und arbeiten mit anderen europäischen Organisationen zusammen, sofern diese die Erhaltung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Europa zum Ziel haben und keine nationalistischen Zwecke verfolgen. Ein wissenschaftlicher Beirat hilft uns bei kniffligen sprachlichen Fragen.

Besonderes Merkmal des VDS sind seine Regionalvertretungen. VDS-Gruppen in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland und im Ausland organisieren Lesungen, Vorträge und Wettbewerbe und sorgen für ein reges Vereinsleben. Der VDS ist ein Mitmach-Verein, der die Angehörigen der Sprachgemeinschaft einlädt, sich mehr mit ihrer Sprache zu beschäftigen. Unser Ziel ist es, dass die deutsche Sprache wieder an Ansehen gewinnt.

Wir schreiben Protestbriefe an Firmen und öffentliche Einrichtungen, die mit sprachlichen Fehlleistungen aufgefallen sind, wählen den „Sprachpanscher des Jahres“ und haben am 2. Samstag im September den „Tag der deutschen Sprache“ als Feiertag für unsere Muttersprache eingerichtet.

Durch Informationsstände in Fußgängerzonen, Unterschriftensammlungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen, Anzeigen und Pressebeiträge, Erarbeitung von Übersetzungshilfen und ähnliche Maßnahmen versuchen wir, „die deutsche Sprache als eigenständige Kultursprache zu erhalten und zu fördern“ - so steht es in unserer Satzung.

 

Medienecho

Für VDS-Mitglied Rainer Pogarell, Verlagsleiter und Sprachberater, war das Jahr 2000 ein Tiefpunkt, was die Stellung der deutschen Sprache angeht. Warum? „Wenn damals ein deutsches Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern ein Werk in Tschechien mit 200 Mitarbeitern gekauft hat, wurde deshalb Englisch zur Arbeitssprache auf allen Ebenen erklärt.“ Daraus resultierte, dass Fachkräfte in Konferenzen aufgrund mangelnder Englischkenntnisse schweigsam wurden. Pogarell: „Die Plapperer haben alles an sich gerissen.“ „Klartext tut gut“, FAZ vom 15.02.2009

 

VDS-Mitglied werden

vds-logo-kleinAls Mitglied im Verein Deutsche Sprache e. V. setzen Sie sich für den Erhalt und für die Weiterentwicklung des Deutschen als eine eigenständige Kultursprache ein. Jeder ist willkommen. Sie können den VDS als stilles Mitglied unterstützen oder die Vereinsarbeit mitgestalten. Hier (PDF-Datei) finden Sie den Antrag auf Mitgliedschaft. Wir melden uns umgehend bei Ihnen, wenn Sie ihn ausgefüllt an uns zurücksenden. Weitere Informationen finden Sie hier: Mitglied werden.

Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 gegründet aus der Überzeugung heraus, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist selbstlos tätig, weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Schuld daran sind die Werbung, ein Teil der Medien und auch einige Politiker. Sie wollen der deutschen Sprache den Garaus machen. Doch der Versuch, sie abzuschaffen, wird scheitern.“

Hans Magnus Enzensberger am 21.10.2007 in der Bildzeitung