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Unterrichtsmaterial

 

Hier finden Sie ausgewählte Texte aus der VDS-Zeitschrift Sprachnachrichten, die für die Verwendung im Unterricht geeignet sind.

A Deutsch in der EU-Politik

Die deutsche Sprache ist ein mittlerweile umstrittenes Thema bei Politikern geworden. Zum Einen ist auf Anregung des VDS die Diskussion entfacht worden, ob der Satz „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch“ in das Grundgesetz als Zusatz zum Artikel 22 aufgenommen werden soll. Dort ist Berlin als Hauptstadt festgeschrieben und die Farben der Deutschlandflagge Schwarz, Rot und Gold.

  • Guillaume Lelorain: Frankophonie - Ein Modell für Deutsch?
    (aus SN 37, März 2008, pdf 176 kB)
    Zeigt, welche Wege Frankreich beschritten hat, um Französisch zu verbreiten und veranschaulicht auch Probleme, die das Vorgehen der OIF (internationale Organisation der Frankophonie) verursacht. Legt dar, dass aufgrund unterschiedlicher Geschichte Deutschland anders vorgehen müsste.
  • Holger Klatte: Grundgesetzliches - Deutsch als Staatsziel
    (aus SN 41, März 2009, pdf 129 kB)
    Diskussion über Aufnahme „Deutsch als Landessprache“ in die EU. Gegenwärtige politische Diskussion. Was steckt eigentlich dahinter, Polemik der Medien, Schutz vor möglicher künftiger anderer Sprache der Mehrheit der Bevölkerung durch Verschiebung der Demografie.
  • Reiner Pogarell: Mittellgroße Katastrophe - Eine Million sprachloser Jugendlicher
    (aus SN 37, März 2008, pdf 298 kB)
    Jugendliche beherrschen und lernen die deutsche Standardsprache nicht mehr. Dies ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft.

  • Max Behland: Vielschichtige Probleme
    (aus SN 41, März 2009, pdf 177 kB)
    Um eine Sprache zu lernen, braucht man Begeisterung, VDS setzt sich für die Erhaltung der sprachlichen Vielfalt ein (nicht nur für Deutsch), aktive Hilfe für Menschen in unserem Land, die Probleme mit der deutschen Sprache haben, ist wichtiger als sich zu beklagen (z. B. Lesepaten, etc.). Deutsch ins Grundgesetz zu schreiben wäre nette Geste.

 

 

B Denglisch / Anglizismen

Der Bereich Denglisch / Anglizismen gibt einen Überblick darüber, was Anglizismen sind und welchen Einfluss sie auf die deutsche Sprache und ihre Sprecher nehmen können.

Ferdinand Urbanek erläutert in dem Artikel „Anglizismen – beiderseits betrachtet“  Argumente der beiden gegenwärtigen Positionen, die im Umgang mit Anglizismen herrschen. So fordert der Verein Deutsche Sprache, dass überflüssige Anglizismen ins Deutsche übersetzt werden, damit sie deutsche Wörter nicht verdrängen. Die Gegenposition lautet, dass sich die Sprache selbständig von übermäßigem Fremdworteinfluss befreien wird.

Vince Ebert spricht die größte Bedrohung durch die Übernahme von Anglizismen an: Wenn ganze Bereiche, wie Wissenschaft und Wirtschaft, ihre Kommunikation in das Englische verlegen, werden Menschen ohne ausreichende Englischkenntnisse, wie ältere Bürger oder Migranten vom Verständnis ausgeschlossen, eine ungerechte und undemokratische Situation.

Zunehmend werden englische anstatt deutsche Begriffe verwendet – nicht nur im technischen Bereich. Humorvoll erläutert dies Vince Ebert in dem Artikel „No Benefit on Top“. Befürworter der Anglisierung behaupten, dass die Übernahme von Anglizismen das Englischlernen erleichtern. Dagegen spricht, dass durch das Vermischen von Deutsch und Englisch, Denglisch, Fehler entstehen und verbreitet werden. Ein Beispiel veranschaulicht die Glosse der Sprachnachrichten „Heimatglück im factory out let“. Ein weiteres Argument für den stärkeren Gebrauch des Englischen ist, dass Englisch kürzer und prägnanter sei. Wolf Schneider stellt in dem Kapitel „Lob der Kürze“ das Gegenteil fest und deutsche kurze Wörter den längeren englischen gegenüber.

 

 

C Sprache in Medien, Wirtschaft, Wissenschaft

  • Hans-Joachim Meyer: Mut zu einer Reform der Reform
    (aus SN 43, September 2009, pdf, 309 KB)
    Der radikale Umbau des Studiensystems in Deutschland hat wesentliche Ziele nicht erreicht und mit „Bologna“ wenig zu tun. Die Behauptung, mit dem Bachelor und Master würden international anerkannte Grade eingeführt, ist grundfalsch.
  • Im Gespräch: Sale brauchen wir hier nicht
    (aus SN 39, Oktober 2008, pdf, 182 KB)
    Peter Cohr ist geschäftsführender Gesellschafter des Modehauses CJ Schmidt in Husum, des größten in der Region Nordfriesland. Das Einzugsgebiet reicht von Süd-Dänemark bis nach Hamburg. „Wir legen großen Wert darauf, dass gutes Deutsch gesprochen wird“, sagt er. Das ist konsequent, denn bei einer Passantenbefragung konnten 90% mit Sale nichts anfangen.

  • Helmut Glück: Sprachfreies Denken gibt es nicht
    (aus SN 38, Juni 2008, pdf, 185 KB)
    Deutsch als Wissenschaftssprache

 

D Deutsch im Ausland

  • Helmut Glück: Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache
    (aus SN 42, Mai 2005, pdf, 212 KB)
    Wer dauerhaft in Deutschland leben will, muss auch unsere Sprache beherrschen. In manchen Einwandererfamilien kann es mehr als drei Generationen dauern, bis Deutsch von der Fremdsprache zur Muttersprache wird. Freiwillig lernen weltweit immer weniger Menschen Deutsch.
  • Agnieszka Buk: Rzesów, Deutsch im Nachbarland
    (aus SN 41, März 2009, pdf, 162 KB)
    Polen, das zweitgrößte Nachbarland der Bundesrepublik Deutschland ist den meisten Deutschen weniger vertraut als die westeuropäischen Staaten; das liegt sicher an der jahrezehntelangen Aufteilung Europas in West und Ost. Agnieszka Buk berichtet über das große Interesse der Polen an der deutschen Sprache.
  • Marica Bodrožič: Jede Sprache hat ihren eigenen Verstand
    (aus SN 40, Dezember 2008, pdf, 92 KB)
    Marica Bodrožič erhielt am 1. November 2008 den Initiativpreis Deutsche Sprache. Die in Dalmaitien geborene Autorin kam im Alter von neun Jahren nach Deutschland, lerne hier erst die Sprache und zählt heute zu den bekannteren jungen Schriftstellern. Auszüge aus ihrer Dankesrede in Kassel.
  • Kurt Gawlitta: Südtirol und die deutsche Sprache
    (aus SN 42, 2009, pdf, 220 KB)
    Deutsche Urlauber ereben mit Staunen, wie Mehrsprachigkeit gelingen kann. Jede Verkäuferin, jeder Kellner antwortet auf Deutsch oder Italienisch, je nachdem, wie der Tourist ihn anspricht. Diese vordergründige Eleganz im Alltag, sagt freilich wenig darüber, wie weit die Mehrsprachigkeit im Alltag in den Städten und Dörfern verankert ist.

 

E Rechtschreibreform

  • Harald Weinrich: Elefanten beim Aufräumen
    (aus SN  40, Dezember 2008, pdf, 107 KB)
    Der Autor unternimmt den Versuch, ein wenig Besonnenheit in die agressiv geführte Debatte um die Rechtschreibreform zu bringen. Sein Urteil: Eine pluralische Gesellschaft muss auch mit Torheiten leben können.
  • Im Gespräch: Möge sich niemand mehr auf den Duden verlassen
    (aus SN 37, März 2008, pdf, 268 KB)
    Die allgemeine Empörung über neue Rechtschreibregelungen schwindet; viele ihrer Anhänger fordern die bedingungslose Anwendung, ohne die Regeln genau zu kennen, oder Hintergründe und Konsequenzen beurteilen zu können. Die SN im Gespräch mit einem der  renommiertesten deutschen Linguisten, Professor Dr. Helmut Glück.