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50 Mal Sprachnachrichten

Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 10:43 Uhr

sn2011-02Die 50. Ausgabe der Sprachnachrichten ist erschienen. Dieses Jubiläum ist es wert, die Zeitschrift des Vereins Deutsche Sprache e.V. selbst zum Schwerpunktthema zu machen. Diese Ausgabe zeigt, wie alles anfing, wie die Redaktion heute arbeitet und wie die Sprachnachrichten den Weg von den ersten Ideen auf der Redaktions­konferenz bis in die Briefkästen der Empfänger finden. Auf einer Doppelseite sind die Titelblätter der vergangenen zwölf Jahre versammelt.

Ganz wichtig: Dieser Ausgabe liegt auch der Wahlzettel mit den Kandidaten des Sprachpanschers 2011 bei: Telekom Vorstand René Obermann, Bundes­familien­ministerin Kristina Schröder, Arbeits­agenturchef Frank-Jürgen Weise, Shell-Deutschland-Chef Peter Blauwhoff und Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands. VDS-Mitglieder sind ab heute zur Abstimmung aufgerufen.

Natürlich enthält die Ausgabe 50 außerdem die bekannten Rubriken: Monika Elias spricht mit Sebastian23, dem deutschen Meister im Poetry Slam von 2008. Den Leitartikel über sprachliche Irrwege der Deutschen stammt aus der Feder des ehemaligen sächsischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Hans Joachim Meyer. Der Vorsitzende des belgischen Germanistenverbands, Roland Duhamel, hat fast vergessene Zeugnisse über Johann Gottlieb Fichte als Sprachschützer gefunden. Die Rubrik „Schönes Deutsch“ stellt die Schriftstellerin Ulla Hahn vor. Die Bücherseiten befassen sich mit der ersten Doktorarbeit, die den VDS zu, Thema hat und mit einem Ausweg aus dem weltweiten Streben nach perfektem Englisch: Globisch.

Wir danken allen Lesern für Ihre Treue, für die zahlreichen Beiträge, Hinweise, Fotos und Briefe und sehen den nächsten 50 Ausgaben zuversichtlich entgegen.

 

Medienecho

Zur neuen Entwicklung trage neben dem Motiv der besseren Verständlichkeit auch ein grundsätzlicher Wandel im Verhältnis der Unternehmen zu ihren Kunden bei, sagt slogans.de-Chef Hahn. Ziel von Werbung sei nicht mehr, den Nimbus der eigenen Marke zu erhöhen, sondern den Kunden in den Vordergrund zu stellen. „Und da hat die Muttersprache einen wichtigen Effekt. Sie signalisiert einen vertrauensvollen Umgang.“ Für Sprachberater Pogarell steht mittlerweile fest: „Deutsch kommt besser an.“

Englische Slogans kommen aufs Abstellgleis, Klein Report vom 23.9.2007, (www.kleinreport.ch)

 

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Sprüche

„Sie müssen sich doch nur ansehen, wer dieses Geschwafel in unserem Lande eigentlich verzapft. ... Das sind Leute, die glauben, ihre Halbbildung könnten sie dadurch steigern, daß sie sich, weil es als schick gilt, plötzlich nicht mehr in Deutsch ausdrücken.“

Helmut Schäfer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf einer Podiumsdiskussion in Hannover, 24.10.1999.