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Deutsche Musik ist Marktführer

Donnerstag, den 06. Januar 2011 um 11:47 Uhr

Musik aus Deutschland hängt hierzulande die internationale Konkurrenz ab. Das Marktforschungsunternehmen Media Control teilte mit, dass 2010 acht der zehn erfolgreichsten Musikalben aus Deutschland kamen. Sechs der Interpreten singen auf Deutsch. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr mehr deutschsprachige als internationale Musik verkauft.

„Hier wird deutlich, dass populäre Musik in deutscher Sprache auch im internationalen Geschäft bestehen kann“, sagte der Sprecher des Vereins Deutsche Sprache e.V., Holger Klatte. Nun sollten auch die Radiosender in Deutschland den Anteil an deutschsprachigen Liedern erhöhen. „Wir wünschen uns aber auch mehr Abwechslung im Radioprogramm. Es ist ein Skandal, dass viele Musiker deutscher Sprache im Radio nie eine Chance bekommen“, so Klatte.

Laut Media Control verkaufte sich das Album „Große Freiheit“ der Gruppe Unheilig am besten. Auf Platz zwei steht „Tattoos (40 Jahre Maffay)“ von Peter Maffay. Weitere deutsche Künstler sind Ich + Ich mit „Gute Reise“, Xavier Naidoo mit „Alles kann besser werden“ und die Schlager­sängerinnen Helene Fischer („Best of“) und Andrea Berg („Schwerelos“).

Der VDS setzt sich seit Jahren für einen größeren Anteil deutscher Musik im Rundfunk und für eine bessere Förderung deutschsprachiger Musiker ein. Zu seinen Mitgliedern gehören u.a. auch die Sänger Peter Kraus, Reinhard Mey, Haindling und Achim Reichel.

 

Medienecho

Über „unsere große Hure Duden“ beschwerte sich Hermann Schreiber im Hamburger Abendblatt. Er kritisierte, dass vom Duden alles, was im Sprachgebrauch auftauche, nach gewisser Zeit übernommen werde. Dabei schloss er in seine Kritik auch die meisten Sprachwissenschaftler mit ein, die behaupteten, dass Sprache nur beobachtet werden müsse und es keine Normen geben dürfe. Positiv erwähnt er den Einsatz der „unerschrockenen Deutschsprecher“ des Vereins Deutsche Sprache. „Unsere große Hure Duden“, Hamburger Abendblatt vom 27.03.2010

 

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Sprüche

„Warum soll in deutschsprachigen Gebrauchsanweisungen nicht ‚Rechner' statt ‚Computer', ‚Luftkissen' statt ‚Airbag', ‚Programm' statt ‚Software' stehen?“

Christoph Böhr, Landesvorsitzender CDU Rheinland-Pfalz, in der Welt am Sonntag vom 11. 2. 2001