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Pressemitteilung 11.1.2010
Sprachschützer greifen Justizminister an
Sprachschützer reagieren entsetzt auf Pläne, Deutsch als verbindliche
Gerichtssprache in Deutschland abzuschaffen. Nach einer am Wochenende bekannt
gewordenen Initiative der Justizminister von Nordrhein-Westfalen und Hamburg
soll das Gerichtsverfassungsgesetz dahingehend geändert werden, dass künftig
in Deutschland Zivilprozesse auch auf Englisch verhandelt werden sollen. Wirtschaftsanwälte
erhoffen sich dadurch bessere Geschäfte.
Das ist ein Herausschleichen aus der öffentlichen Verantwortung
der Justiz und ein Schlag in das Gesicht all derer, die für die sprachliche
Eingliederung von Zuwanderern kämpfen, kommentierte der Vorsitzende
des Vereins Deutsche Sprache e.V. (VDS), der Dortmunder Wirtschaftsprofessor
Walter Krämer. Den Judaslohn, den einige Anwaltskanzleien und ihre
ministeriellen Handlanger für diesen Verrat an der deutschen Sprache einzustreichen
hoffen, wird letztlich der Steuerzahler zahlen, warnte Krämer. Denn
die Zulassung des Englischen als Gerichtssprache verursache Folgekosten.
Der VDS sieht die neuesten Bestrebungen zur Anglisierung des deutschen Rechtswesens
als Teil einer Kampagne vermeintlicher Eliten, die deutsche Sprache und Kultur
zugunsten angelsächsischer Lebensweisen aufzugeben. Aber wie wollen
wir dann von Zuwanderern verlangen, Deutsch zu lernen, fragt Krämer,
wenn wir ihnen immer wieder sagen, dass man in Deutschland nur mit Englisch
weiterkommt?
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