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Pressemitteilung 7.1.2010
Mehr Vielfalt im Radio
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) begrüßt die Einigung zwischen
dem Österreichischen Rundfunk (ORF) und der Musikwirtschaft in Österreich,
den Anteil heimischer Musik im Rundfunk zu erhöhen. Demnach sollen in den
Sendern des ORF bis 2011 rund 30 Prozent Lieder aus Österreich gespielt
und Musiker aus Österreich besser gefördert werden.
Diese Vereinbarung wird dazu beitragen, dass gute deutschsprachige Musik
in Österreich bekannter wird, sagte der VDS-Sprecher Holger Klatte.
Auch in Deutschland gibt es viele hervorragende Bands und Sänger,
die im Radio nie gespielt werden und deswegen ein Nischendasein fristen,
stellte Klatte fest. Österreich habe jetzt gezeigt, dass sich Musiker und
Rundfunk einigen können. Es sei besser, wenn das Musikprogramm weniger
von der Rotation bestimmt werden würde, sondern mehr Qualität und
Vielfalt zuließe, so Klatte.
Der VDS setzt sich dafür ein, dass die deutsche Sprache als Kulturform
besser gefördert wird. Die Forderung des VDS nach mehr deutscher Musik
im Rundfunk führte 2004 zu einer Anhörung im Deutschen Bundestag.
Viele Radiosender haben daraufhin den Anteil deutschsprachiger Künstler
im Programm erhöht oder Spartensendungen eingerichtet. Beispielhaft erhielt
der SWR-Sender Das Ding für die Förderung deutschsprachiger
Musik den
Institutionenpreis Deutsche Sprache des Jahres 2005.
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