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Pressemitteilung 04.12.2009
Bankensprache unverständlich
Die Banken in Deutschland sprechen oft nicht mehr die Sprache ihrer Kunden.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Herbst von der Universität
Hohenheim und der Agentur Communication
Lab durchgeführt wurde. Viele Fachwörter, Anglizismen und Satzgebilde
in den Veröffentlichungen und Werbeprospekten von Banken, seien so kompliziert,
dass man zum Verstehen einen Hochschulabschluss benötige, urteilt die Studie.
Die Finanzkrise hat gezeigt, dass Geldinstitute ihre Dienstleistungen
nicht richtig erklärt oder Risiken verschleiert haben, kommentierte
VDS-Pressesprecher Holger Klatte die Studie. Wer seine Angebote an die Allgemeinheit
richtet, sollte Fachsprache und Anglizismen so selten wie möglich verwenden
und lieber durch verständliche deutsche Wörter ersetzen, so Klatte.
Der VDS, der mit über 31.000 Mitgliedern größte Sprach- und
Kulturverein in Deutschland, fordert, dass die Werbung und die Wirtschaft ihre
Angebote in deutscher Sprache erklären. In der Finanzbranche wird dies
immer schwieriger, weil zahlreiche Banken und Firmen für die interne Verständigung
bereits Englisch verwenden. Die Folge ist, dass die deutsche Sprache in diesem
Bereich keinen Wortschatz mehr entwickelt.
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