|
Pressemitteilung 29.09.2009
Lob für Westerwelle
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat in seiner Internet-Ausgabe am Montag
den FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle dafür kritisiert, dass er in einem
Interview seine Antworten auf Deutsch gegeben hat. Ein Reporter der englischen
BBC hatte Westerwelle auf Englisch gefragt, wie sich die deutsche Außenpolitik
nach der Bundestagswahl verändern werde. Der Spiegel schrieb, dass der
FDP-Politiker auf die Frage überrumpelt, hilflos, kalt erwischt
gewirkt hätte.
Wir sehen dies eher als souveränen Auftritt von Herrn Westerwelle,
erklärte der Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache, der Dortmunder Wissenschaftler
Walter Krämer. Westerwelle habe mit seiner Antwort deutlich gemacht, dass
man auf Pressekonferenzen in Deutschland erwarten darf, Deutsch zu sprechen.
Der Spiegel-Artikel greife den Politiker grundlos an und sei ein gutes Beispiel
dafür, dass man in Deutschland kritisiert werde, wenn man im eigenen Land
zu seiner Muttersprache steht. Wenn Herr Westerwelle als Außenminister
durch die Welt reist, wird er seine Muttersprache hoffentlich nie vergessen,
sagte Krämer.
Im Jahr 2004 hatte es auch Bundeskanzler Gerhard Schröder auf einer Pressekonferenz
in Prag abgelehnt, eine auf Englisch gestellte Frage zu beantworten. Erst als
der Journalist seine Frage auf Tschechisch wiederholte, hatte Schröder
geantwortet.
Der VDS ist die mitgliederstärkste Einrichtung zur Sprach- und Kulturförderung
in Deutschland. Seine Mitglieder werben auch dafür, dass die deutsche Sprache
als Thema der Politik ernst genommen wird.
|