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12. März 2010 

Verein Deutsche Sprache e.V.

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Pressemitteilung 07.07.2009


Mehr Mut zu deutschen Wörtern

Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) bemängelt die Berichterstattung über das neue Gesetz zur Stabilisierung des Finanzmarktes. Am Wochenende hatten die Nachrichten der ARD und des ZDF mit unklaren Begriffen über die Abstimmung des Bundestags berichtet und damit Verwirrung unter den Fernsehzuschauern gestiftet.

Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag beschlossen, dass Banken in Deutschland wertlose Wertpapiere in Zweckgesellschaften auslagern dürfen. Die "Tagesschau" erklärte dazu: Banken können "faule Papiere faktisch auf eine Müllhalde, in der - übersetzt - schlechten Bank'" auslagern. In der Sendung "heute" im ZDF sagte der Sprecher: es werde mit dem Gesetz ein Angebot geschaffen, "faule Wertpapiere oder Schrottpapiere" in "sogenannten bad banks" zu entsorgen.

"Warum zeigen die Fernsehsender nicht mehr Mut bei der Wortwahl, um diese Sachverhalte verständlich zu umschreiben?", fragte der VDS-Vorsitzende Walter Krämer. "Schrott- oder Müllpapiere" seien klare Benennungen für diese Art von Anleihen, sagte Krämer. "Schrottbank, Auffangbank oder Giftbank sind aussagekräftiger als ein dämlicher Anglizismus", so Krämer. Die Aktion Lebendiges Deutsch habe schon im Mai einen entsprechenden Vorschlag gemacht.

Der Verein Deutsche Sprache e.V. ist der größte Sprach- und Kulturverein in Deutschland. Er setzt sich auch dafür ein, dass Sachverhalte und Vorgänge des Alltags in deutscher Sprache ausgedrückt werden können. Deutsch als Sprache der Wirtschaft verliert seit Jahren an Bedeutung.

 

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letzte Änderung: 07.07.2009

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