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VDS-Infobrief Nr. 214
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Deutsch ins Grundgesetz

Montag, den 07. November 2011 um 11:29 Uhr

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Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) und der Verein für die deutschen Kulturbeziehungen im Ausland e.V. (VDA) sind dem Ziel, die deutsche Sprache im Grundgesetz festzuschreiben, ein Stück näher gekommen. Über die Petition „Deutsch ins Grundgesetz“ verhandelt der Petitions­ausschuss heute in einer öffentlichen Sitzung.

VDS und VDA fordern, den Artikel 22 des Grundgesetzes um den Satz „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch.“ zu ergänzen. Die Petenten erhoffen sich von dieser Festschreibung, dass die deutsche Sprache als wichtigstes Verständigungsmittel anerkannt und die besonderen Aufgaben des Deutschen als kulturelle Ausdrucksform und Identifikationsmerkmal gestärkt werden.

Den VDS vertreten der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer und der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Axel Flessner. Für den VDA spricht der stellvertretende Vorsitzende Dr. Wolfgang Betz. Gleichzeitig behandelt wird die Petition des Hamburger Sprachwissenschaftlers Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch, mit der er eine Festschreibung der deutschen Sprache im Grundgesetz verhindern will.

Die Sitzung des Petitionsausschusses überträgt das Parlaments­fernsehen ab 12 Uhr: http://www.bundestag.de/Mediathek/parlamentstv/ueberblick.html

 

Medienecho

Für VDS-Mitglied Reiner Pogarell, Leiter des Instituts für Betriebslinguistik und Sprachberater, war das Jahr 2000 ein Tiefpunkt, was die Stellung der deutschen Sprache angeht. Warum? „Wenn damals ein deutsches Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern ein Werk in Tschechien mit 200 Mitarbeitern gekauft hat, wurde deshalb Englisch zur Arbeitssprache auf allen Ebenen erklärt.“ Daraus resultierte, dass Fachkräfte in Konferenzen aufgrund mangelnder Englischkenntnisse schweigsam wurden. Pogarell: „Die Plapperer haben alles an sich gerissen.“ („Klartext tut gut“, FAZ vom 15.02.2009)

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 aus der Überzeugung ge­gründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung fördert die Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Schuld daran sind die Werbung, ein Teil der Medien und auch einige Politiker. Sie wollen der deutschen Sprache den Garaus machen. Doch der Versuch, sie abzuschaffen, wird scheitern.“

Hans Magnus Enzensberger am 21.10.2007 in der Bildzeitung