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Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 11:49 Uhr
public viewing nervt!

Selbst öffentlich-rechtliche Fernseh- und Rundfunksender und anspruchsvolle Zeitungen verwenden mittlerweile den Begriff public viewing für die öffentliche Übertragung von Fußballspielen auf Großleinwänden. Der Verein Deutsche Sprache e. V. stellt fest: public viewing nervt!
Der Ausdruck public viewing ist der deutschen Sprache grammatisch fremd, er bereitet Schwierigkeiten bei der Aussprache und sträubt sich gegen Regeln der deutschen Rechtschreibung. „Fußballbegeisterte treffen sich im deutschsprachigen Raum lieber zum Freiluftfernsehen, Fußballkino, Straßenkino, Ö-TV oder auch zum Rudelgucken“, sagte der VDS-Vorsitzende Walter Krämer in Dortmund.
Die Bezeichnung public viewing verwendeten Verantwortliche der FIFA 2006 im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland. Der Ausdruck stammt aus dem US-amerikanischen Englisch und bedeutet dort meistens eine öffentliche Besichtigung (z.B. die Aufbahrung Verstorbener). Einfallslose Medien hatten die Bezeichnung daraufhin übernommen, ohne auch nur einen Gedanken an eine deutsche Entsprechung zu verschwenden. Seit 2007 steht public viewing sogar im Duden.
Zahlreiche Umfragen und Gegenvorschläge haben in den vergangenen Jahren ergeben, dass die Mehrheit der Sprachgemeinschaft eine deutsche Bezeichnung wünscht. (Foto: wandersmann / pixelio.de)
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