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Seit heute unterwegs: Sprachnachrichten Nr. 46

Montag, den 31. Mai 2010 um 10:05 Uhr

Die Werbesprache ist Schwerpunkt der Sprachnachrichten-Ausgabe Nr. 46 die seit heute ausgeliefert wird. Viele Werbeleute im deutschsprachigen Raum glauben, dass sie mehr verkaufen, wenn sie Werbung und Produktbezeichnungen ins Englische verlegen. Der VDS hat gute Argumente dafür, dass sie das besser lassen sollten, z.B. im Gespräch über Werbestrategien mit dem Inhaber der Frankfurter Firma Sinn Spezialuhren. Einen Blick auf die ersten Werbeplakate und Anzeigen vor über 200 Jahren wirft Kai Tangermann. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit verwirrenden englischen Berufsbezeichnungen. Der Literaturteil beschäftigt sich mit der Frage, warum Hauke Haien, der Schimmelreiter, in Theodor Storms Novelle sterben muss.


Dieser Ausgabe der Sprachnachrichten liegt außerdem der Wahlzettel für die Wahl des Sprachpanschers des Jahres 2010 bei. Die fünf Kandidaten werden seit heute auch in der Presse vorgestellt.

 

Medienecho

Über „unsere große Hure Duden“ beschwerte sich Hermann Schreiber im Hamburger Abendblatt. Er kritisierte, dass vom Duden alles, was im Sprachgebrauch auftauche, nach gewisser Zeit übernommen werde. Dabei schloss er in seine Kritik auch die meisten Sprachwissenschaftler mit ein, die behaupteten, dass Sprache nur beobachtet werden müsse und es keine Normen geben dürfe. Positiv erwähnt er den Einsatz der „unerschrockenen Deutschsprecher“ des Vereins Deutsche Sprache. „Unsere große Hure Duden“, Hamburger Abendblatt vom 27.03.2010

 

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Sprüche

„Warum soll in deutschsprachigen Gebrauchsanweisungen nicht ‚Rechner' statt ‚Computer', ‚Luftkissen' statt ‚Airbag', ‚Programm' statt ‚Software' stehen?“

Christoph Böhr, Landesvorsitzender CDU Rheinland-Pfalz, in der Welt am Sonntag vom 11. 2. 2001