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VDS-Infobrief Nr. 101
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Grand Prix: VDS befürchtet erneute Blamage

Freitag, den 28. Mai 2010 um 11:07 Uhr

Die deutsche Sprache ist beim Musikwettbewerb der Eurovision, dem „Eurovision Song Contest“, ein Garant für gute Platzierungen. Wie der Verein Deutsche Sprache e.V. ermittelte, war Deutschland immer am erfolgreichsten, wenn die deutschen Vertreter bei diesem Länderwettstreit auf Deutsch gesungen haben:

  • 1966 gewann Udo Jürgens für Österreich den Wettbewerb mit Merci Cherie und begründete damit seine Weltkarriere. Anders als der Titel war das Lied auf Deutsch.

  • 1970, 1971 und 1972 gab's für Katja Ebstein und Mary Roos jeweils Platz 3 (u.a. mit Wunder gibt es immer wieder).

  • 1980 landete Theater von Katja Ebstein auf Platz 2.

  • 1981 kam Lena Valaitis mit Johnny Blue erneut auf den 2. Platz.

  • 1982 holte Nicoles Lied Ein bisschen Frieden Platz 1.

  • 1985 war die Gruppe WIND mit Für alle auf Platz 2.

  • 1987 erreichte WIND mit Lass' die Sonne in Dein Herz wieder Platz 2.

  • 1994 sang sich die Gruppe MEKADO mit Wir geben 'ne Party auf Platz 3.

  • 1999 schaffte es die Gruppe SÜRPRIZ mit Reise nach Jerusalem auf den 3. Platz.

  • 2007 errang sogar der ukrainische Interpret Verka Serduchka mit einem teilweise auf Deutsch gesungenen Titel den 2. Platz.

Seit 2002 singen die deutschen Sänger und Sängerinnen meist englisch und schneiden damit deutlich schlechter ab als in den Jahren zuvor, bemerkt der VDS. „Lena Meyer-Landrut hätte wirklich das Talent, den Wettbewerb zu gewinnen“, sagte der Vorsitzende des VDS, Walter Krämer. „Ihr englisches Lied hat aber überhaupt keine Verbindungen zu Deutschland und lädt niemanden zwischen Lissabon und Moskau zum Mitsummen oder Mitschunkeln ein“, kritisierte der VDS-Vorsitzende.

 

Medienecho

Kaum wieder zurück in der Heimat, wähnte ich mich immer noch in den USA. War es wirklich der Frankfurter Flughafen, auf dem es vor „Meeting Points“ und „Service Stations“ nur so wimmelt? War es tatsächlich die Deutsche (!) Bahn, die in ihrem Regionalzug Richtung Spreewald mit einem „Call a bike Standort“ für Radtouren mit bahneigenen Fahrrädern wirbt? Lächerlich!

Über Deutsch für Inländer und Englisch für Dummschwätzer

Peter Hahne, BILD vom 15.9.2007

 

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Sprüche

„Warum soll in deutschsprachigen Gebrauchsanweisungen nicht ‚Rechner' statt ‚Computer', ‚Luftkissen' statt ‚Airbag', ‚Programm' statt ‚Software' stehen?“

Christoph Böhr, Landesvorsitzender CDU Rheinland-Pfalz, in der Welt am Sonntag vom 11. 2. 2001