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Deutsch muss sich lohnen
Mittwoch, den 12. Mai 2010 um 10:23 Uhr
Die deutsche Sprache sollte für alle Einwohner Deutschlands das grundlegende Verständigungsmittel sein, fordert die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Maria Böhmer, in einer Pressemitteilung der Bundesregierung. Dies gelte auch für Einwohner deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Böhmer warb dafür, dass Kinder aus Zuwandererfamilien in der Schule, im Alltag und in der Familie mehr deutsch sprechen sollten, weil gute Deutschkenntnisse Voraussetzung für den sozialen Aufstieg seien.
Der Verein Deutsche Sprache e.V. teilt diese Einschätzung. Allerdings muss die deutsche Sprachgemeinschaft dafür sorgen, dass sich das Erlernen der deutschen Sprache auch lohnt. „Viele Menschen mit anderer Muttersprache sehen gar nicht ein, warum sie Deutschkurse besuchen sollen, weil das Englische unseren Wortschatz stark beeinflusst wird und ganze Themenbereiche ins Englische wechseln“, merkte Vorsitzende des VDS, der Dortmunder Wirtschaftswissenschaftler Walter Krämer, an. „Warum soll ich Deutsch lernen, wenn ich zum Beispiel bei der Deutschen Post als Chief Marketing Officer Brief anfangen kann?“, fragte Krämer.
Die weltweit über 32.000 Mitglieder des VDS werben dafür, dass die deutsche Sprachgemeinschaft ihrer Sprache mehr Ansehen beimisst. Seit seiner Gründung im Jahr 1997 weist der VDS mit sprachkritischen Beiträgen und mit zahlreichen Veranstaltungen im Jahr darauf hin, dass die deutsche Sprache als einzigartiger Ausdruck unserer Kultur seit Jahren in wichtigen Bereichen an Bedeutung gegenüber dem Englischen verliert.
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