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VDS-Infobrief Nr. 354
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Verein Deutsche Sprache tritt Verleumdungen entgegen

Dienstag, den 15. Mai 2001 um 18:10 Uhr

Der Verein Deutsche Sprache verwahrt sich energisch gegen Unterstellungen, er stehe in der Nähe von Rechtsradikalen. Diese und ähnlichlautende Behauptungen werden von Menschen aufgestellt, die dem Anliegen des Vereins nicht zustimmen, denen aber die Argumente fehlen, ihn sachlich zu kritisieren. Die Behauptungen haben zum Zweck, den Verein, seine Mitglieder, seine Ziele und Handlungen in der Öffentlichkeit zu verleumden und ihm somit zu schaden.

In der letzten Zeit haben solche Verleumdungen eine neue Qualität erreicht.

  1. Am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin findet zur Zeit ein Hauptseminar über "Die Anglisierung der deutschen Sprache als politisches Problem" statt. Dort wurde der Sprachverein und wurden einzelne seiner Mitglieder durch Flugblätter als Menschen rechtsradikaler Gesinnung und als Unterstützer des Rechtsradikalismus verleumdet. Zugleich wurde dazu aufgerufen, das Seminar zu sabotieren, um die Untersuchung des Themas und das Zuwortkommen von Mitgliedern des Sprachvereins zu verhindern.

  2. In einer deutschen Großstadt hat die Stadtratspartei der Grünen dazu aufgerufen, einem Autor, der Vorstandsmitglied des Vereins deutsche Sprache ist, eine Lesung aus seinem neuen Roman in der Stadtbibliothek zu untersagen. Der Verein sei ein Nährboden für Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus. Deshalb dürfe der Autor nicht zu Wort kommen.

Mit beiden Angriffen und Absichten ist jetzt eine Grenze überschritten worden. An einer Universität soll das Zuwortkommen eines bestimmten Themas und von Werturteilen und wissenschaftlichen Lehrmeinungen unterbunden werden, und ein Autor soll mundtot gemacht und sein Roman auf diese Weise aus dem Verkehr gezogen werden. Das ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit.

Aus diesem aktuellen Anlass erklärt der Verein deutsche Sprache noch einmal in aller Deutlichkeit: Er wendet sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus (auch Linksradikalismus) in jeder Form. Entsprechende Äußerungen oder gar Handlungen von Mitgliedern sind ein Ausschlussgrund. Der Verein geht ausdrücklich nicht sprachpuristisch vor und ist parteipolitisch neutral, er hat Mitglieder aus allen im Bundestag vertretenen Parteien und gehört dem "Netzwerk gegen Rechtsradikalismus" an.

Anderslautende Verleumdungen seiner Mitglieder und des Vereines selbst wird der VDS in Zukunft zivil- und strafrechtlich verfolgen lassen.
Weitere Informationen bei Prof. Dr. Walter Krämer (1. Vorsitzender und Gründer des VDS), Tel. 05033-5878 oder 0231-7948520 oder Dr. Horst Hensel (2. Vorsitzender), Tel.: 02307/31551.

 

Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Sprüche

Dass Sprache und Worte auch Stil, Klasse und Poesie haben können, das geht in unserem schnelllebigen, alltäglichen Miteinander völlig verloren. 

Hannah Herzsprung, Schauspielerin, über das wunderschöne Deutsch in ihrem Film "Die geliebten Schwestern"