Nachrichten

VDS-Infobrief Nr. 101
Archiv: 2010 2011

VDS-Infobrief per E-Post:
Bestellung


Drucken

Wowereit ist Sprachpanscher 2008

Freitag, den 29. August 2008 um 11:51 Uhr

Der Verein Deutsche Sprache e.V., dem weltweit über 31.000 Mitglieder angehören, hat Klaus Wowereit, den Regierenden Bürgermeister von Berlin, zum Sprachpanscher des Jahres 2008 gewählt. Zum Tag der Deutschen Einheit hatte er Werbefahnen über dem Brandenburger Tor mit Texten flattern lassen, wie: Power for Peace - Power for unity - Power for understanding. Und jüngst warb er für die deutsche Hauptstadt mit Be Berlin. Nach dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, der die deutsche Sprache nur noch als Feierabenddialekt bestehen lassen will, ist Wowereit bereits der zweite Chef einer Landesregierung, dem diese zweifelhafte Ehre zuteil wird.
Mit großem Abstand auf dem zweiten Platz landete Ann Kathrin Linsenhoff, die Vorsitzende der Deutschen Sporthilfe, die in Berlin die Hall of Fame für verdiente deutsche Sportler eingerichtet hat. "Vielleicht sind ja die Olympischen Spiele, bei denen alle Sportler stolz ihre Heimat repräsentieren, auch für Frau Linsenhoff ein Anlass, deutschen Sportlern eine deutsch benannte Ehrenhalle einzurichten," erklärte VDS-Vorsitzender Walter Krämer gegenüber dpa.
Weitere Informationen bei dem für die Sprachpanscherwahl zuständigen Vorstandsmitglied des VDS,
Dr. Gerd Schrammen, Tel.: (0551) 21723, Fax: (0551) 2097285, E-Postfach: ge.schrammen@web.de.

 

Medienecho

Zur neuen Entwicklung trage neben dem Motiv der besseren Verständlichkeit auch ein grundsätzlicher Wandel im Verhältnis der Unternehmen zu ihren Kunden bei, sagt slogans.de-Chef Hahn. Ziel von Werbung sei nicht mehr, den Nimbus der eigenen Marke zu erhöhen, sondern den Kunden in den Vordergrund zu stellen. „Und da hat die Muttersprache einen wichtigen Effekt. Sie signalisiert einen vertrauensvollen Umgang.“ Für Sprachberater Pogarell steht mittlerweile fest: „Deutsch kommt besser an.“

Englische Slogans kommen aufs Abstellgleis, Klein Report vom 23.9.2007, (www.kleinreport.ch)

 

VDS-Mitglied werden

vds-logo-kleinAls Mitglied im Verein Deutsche Sprache e. V. tun Sie etwas für die Erhaltung und Weiter­entwicklung des Deutschen als eine eigenständige Kultursprache. Jeder ist will­kommen. Sie können den VDS als stilles Mitglied unterstützen oder die Vereinsarbeit aktiv mitgestalten. Hier (PDF-Datei) finden Sie den Antrag auf Mitgliedschaft. Wir melden uns umgehend bei Ihnen, wenn Sie ihn ausgefüllt an uns zurücksenden. Weitere Informationen finden Sie hier: Mitglied werden.

Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Sie müssen sich doch nur ansehen, wer dieses Geschwafel in unserem Lande eigentlich verzapft. ... Das sind Leute, die glauben, ihre Halbbildung könnten sie dadurch steigern, daß sie sich, weil es als schick gilt, plötzlich nicht mehr in Deutsch ausdrücken.“

Helmut Schäfer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf einer Podiumsdiskussion in Hannover, 24.10.1999.