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VDS-Infobrief Nr. 101
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Sprachpanscher 2005

Mittwoch, den 31. August 2005 um 12:51 Uhr

Mit großem Vorsprung haben die 25.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. den Direktor des Frankfurter Städel-Museums und Erfinder des "Goethe-Jumps", Prof. Dr. Herbert Beck, zum Sprachpanscher des Jahres 2005 gewählt:

Bauchlandung beim Goethe-Jump: Museumsdirektor wird Sprachpanscher des Jahres

Mit großem Vorsprung haben die 25.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. den Direktor des Frankfurter Städel-Museums und Erfinder des „Goethe-Jumps“, Prof. Dr. Herbert Beck, zum Sprachpanscher des Jahres 2005 gewählt. Der so Ausgezeichnete lädt ein zu „Unfinished Print“ und „Art after Work“ mit anschließendem „Get-together“, inklusive „Member’s Night“ in der „Holbein’s Lounge“. Und am „Family Day“ gibt es einen „Art Talk for Families“.

„Ich habe nichts dagegen, daß der Kollege Beck mit seinen ausländischen Besuchern Englisch spricht“, kommentierte der VDS-Vorsitzende Prof. Walter Krämer diese Wahl. „Aber warum redet er denn nicht mit seinen deutschen Kunden Deutsch?“

Beck folgt dem ZDF-Intendanten Markus Schächter nach, der wegen der vielen englisch betitelten ZDF-Programme der Sprachpanscher des Jahres 2004 geworden ist. Weitere Sprachpanscher des Jahres sind der DFB-Präsident Mayer-Vorfelder, die Modeschöpferin Jil Sander, Ex-Telekom Chef Ron Sommer, Ex-Bahnchef Johannes Ludewig, oder der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V., der diese zweifelhafte Anerkennung für die Einführung des „funeral masters“ erhalten hatte.

Mit dem „Sprachpanscher des Jahres“ zeichnen die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache jährlich Personen, Firmen oder sonstige Einrichtungen aus, die im abgelaufenen Jahr auf besonders augenfällige Weise die deutsche Sprache und Kultur mit überflüssigen Imponier-Anglizismen oder anderen Angriffen mißhandelt haben.

Der Sieger erhält eine Urkunde per Einschreiben mit der Deutschen Post.

Weitere Infos bei dem für die Sprachpanscherwahl zuständigen Vorstandsmitglied des VDS, Dr. Gerd Schrammen, Tel. (0551) 21723.

 

Medienecho

Der Bürgermeister Hans-Josef Vogel und die Stadt haben die vom Verein Deutsche Sprache vergebene Wortpatenschaft für den Namen ihrer eigenen sauerländischen Stadt übernommen: „Arnsberg“. Der ansässige Heimatbund hatte die Idee und überreichte dem Bürgermeister die Urkunde. Hans-Josef Vogel sagte, er freue sich darauf, die Pflichten der Patenschaft für das Wort zu übernehmen. „Wortpate für ‚Arnsberg‘“, Sauerlandkurier vom 28.03.2010

 

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stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Sie müssen sich doch nur ansehen, wer dieses Geschwafel in unserem Lande eigentlich verzapft. ... Das sind Leute, die glauben, ihre Halbbildung könnten sie dadurch steigern, daß sie sich, weil es als schick gilt, plötzlich nicht mehr in Deutsch ausdrücken.“

Helmut Schäfer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf einer Podiumsdiskussion in Hannover, 24.10.1999.