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VDS-Infobrief Nr. 328
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Der Kulturpreis Deutsche Sprache 2014 geht an Dieter Nuhr, den Bundesverband „Mentor – Die Leselernhelfer“ und an das Lektorenprogramm der Robert Bosch Stiftung

Donnerstag, den 15. Mai 2014 um 11:16 Uhr

Dieter Nuhr © Die KulturagentenDie Preisträger des Kulturpreises Deutsche Sprache für das Jahr 2014 stehen fest: Den mit 30.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache erhält der Kabarettist, Autor und Künstler Dieter Nuhr. Der mit 5.000 Euro dotierte Initiativpreis Deutsche Sprache geht an den Bundesverband von „MENTOR - Die Leselernhelfer“, der undotierte Institutionen­preis Deutsche Sprache an das Lektoren­programm der Robert Bosch Stiftung. Der dreiteilige Preis wird zum 14. Mal von der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und vom Verein Deutsche Sprache e. V. (Dortmund) für besondere Verdienste um die deutsche Sprache vergeben. Die Preisverleihung findet am 18. Oktober in Kassel statt.

„Dieter Nuhr macht intelligentes Kabarett. Seine Stücke sind wortgewandt, die Pointen treffsicher. Aber er achtet nicht nur sorgfältig auf die sprachliche Qualität dessen, was er sagt: Er bringt seinem Publikum auch Sprachkritik nahe und regt es an, über die Wirkung von Sprache nachzudenken“, begründete der Bamberger Sprachwissenschaftler Helmut Glück die Entscheidung der Jury. Zu den bisherigen Jacob-Grimm-Preisträgern gehören u. a. Udo Lindenberg, Cornelia Funke, Nora Gomringer, Günther de Bruyn, Paul Kirchhof, Loriot und Ulrich Tukur.

Den Initiativpreis Deutsche Sprache erhält der Bundesverband von „MENTOR - Die Leselernhelfer“. „Wir zeichnen damit ehrenamtliches Engagement aus, dessen Ziel es ist, die Lese- und Sprachkompetenz von Heranwachsenden individuell zu fördern und dadurch eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen“, erläuterte Glück die Wahl des Initiativpreisträgers. In den vergangenen Jahren erhielten diesen Preis u. a. die Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur der Universität Olmütz, die Schriftstellerin Marica Bodrožić, die Deutsche Bibliothek Helsinki, der Philosoph Dieter Schönecker sowie das medizinische Beratungsprojekt „Was hab' ich?“.

Der Institutionenpreis Deutsche Sprache wird dem Lektorenprogramm der Robert Bosch Stiftung verliehen. „Seit über 20 Jahren können deutsche Hochschulabsolventen mithilfe des Lektorenprogramms als Muttersprachler an osteuropäischen und chinesischen Hochschulen unterrichten und damit nicht nur einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten, sondern auch ein junges und modernes Bild unseres Landes vermitteln“, so die Begründung der Jury. Bisher erhielten diesen Preis u. a. die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, der SWR-Sender „DasDing“, das Versandhaus Manufactum, die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Sendung mit der Maus“.

Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen gratulierte der Jury zu ihrer gelungen Entscheidung. Hilgen: „Ich freue mich, die Preisträger am 18. Oktober in Kassel begrüßen zu können.“

Die Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache: Angela Elis (Freiberg), Prof. Dr. Helmut Glück (Sprecher, Bamberg), Dr. Holger Klatte (Geschäftsführung, Dortmund), Prof. Dr. Wolf Peter Klein (Würzburg), Prof. Dr. Walter Krämer (Dortmund), Dipl.-Ing. Eberhard Schöck (Baden-Baden), Prof. Dr. Waltraud Wende (Kiel).

Weitere Informationen unter www.kulturpreis-deutsche-sprache.de
Anschrift: Kulturpreis Deutsche Sprache, Postfach 10 24 11, 44024 Dortmund

Foto: Dieter Nuhr © Die Kulturagenten

 

Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Sprüche

Englisch ist der Volkswagen unter den Sprachen, Deutsch ist der Rolls-Royce.
(Bastian Sick 2011)

Jedes Imitieren einer sprachlichen Mode ist eine Form der Anbiederung. Und Anbiederung ist das Gegenteil von Souveränität.
(Bastian Sick 2015)

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