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VDS-Infobrief Nr. 311
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Sprachschützer: Bundespräsident soll umdenken

Montag, den 17. Juni 2013 um 13:12 Uhr

In seiner großen Europarede auf Schloss Bellevue am 22. Februar hatte Bundespräsident Gauck unter anderem auch eine gemeinsame Sprache, konkret: „ein praktikables Englisch für alle Lebenslagen und Lebensalter“ für alle Europäer mit dem Ziel einer allgemeinen europäischen Verkehrssprache Englisch gefordert. Diesem Ziel haben die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz am 16. Juni in Rudolstadt mit Nachdruck widersprochen.

In einem offenen Brief fordern sie Gauck dazu auf, die deutsche Sprache als unverzichtbares Mittel der allgemeinen Verständigung anzuerkennen und ihre wichtige Rolle bei der Gestaltung einer europäischen Öffentlichkeit nicht leichtfertig zu verspielen. Der Erfolg Europas sei untrennbar mit dessen kultureller und sprachlicher Vielfalt verknüpft. Eine alleinige Verkehrssprache Englisch im öffentlichen Raum gefährde dieses Projekt, stifte Unfrieden und drücke nebenbei die deutsche Sprache auf das Niveau eines Feierabenddialekts herab.

„Wir wollen Vielfalt statt Einfalt“, bekräftigte der VDS-Vorsitzende Professor Walter Krämer. „Mit seiner Forderung nach Englisch als verbindlicher Verkehrssprache ist Gauck kein Förderer, sondern möglicherweise sogar ein unabsichtlicher Totengräber der europäischen Idee.“

Die „Rudolstädter Erklärung“ finden Sie hier: PDF

 

Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Wenn ich merke, dass Sprache den Weg über das Gehirn scheut, muss ich eingreifen.

Johann König, Komiker und Lingualgourmet