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VDS-Infobrief Nr. 154
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Sprachschützer zu Gast in Lübeck

Montag, den 11. Juni 2012 um 15:16 Uhr

Zu ihrer jährlichen Delegiertenversammlung kommen am Freitag und Samstag rund 200 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. nach Lübeck. Im Rathaus der Hansestadt legen sie die Ziele und Leitlinien des VDS fest und wählen für die nächsten drei Jahre den Vorstand des größten Sprach- und Kulturvereins in Deutschland.

„Es ist für die Sprachfreunde des VDS eine Ehre, in Lübeck zu Gast sein zu dürfen“, sagte der VDS-Vorsitzende Walter Krämer. „Lübeck, als Schauplatz der Buddenbrooks, als Hansestadt mit dem Nieder­deutschen als Handelssprache und mit seiner heutigen Verbindung zu Günter Grass, bietet starke Bezüge zur deutschen Sprache“, so Krämer.

Wichtige Schwerpunkte der Versammlung werden die Stellung der deutschen Sprache in den Einrichtungen der Europäischen Union, die Bedeutung der eigenen Handschrift und das Deutsche als Sprache großer Unternehmen sein. Vertreter der dänischen und der friesischen Sprachminderheiten in Schleswig-Holstein sowie der deutschen Minderheit in Dänemark werden über die Pflege ihrer jeweiligen Sprache berichten.

Die weltweit 35.000 Mitglieder des VDS setzen sich für die Förderung und Weiterentwicklung des der deutschen Sprache ein. In den vergangenen Jahren fanden die Mitgliederversammlungen in Merseburg, Landshut und Wiesbaden statt.

Programm der DV Lübeck

 

Medienecho

Über „unsere große Hure Duden“ beschwerte sich Hermann Schreiber im Hamburger Abendblatt. Er kritisierte, dass vom Duden alles, was im Sprachgebrauch auftauche, nach gewisser Zeit übernommen werde. Dabei schloss er in seine Kritik auch die meisten Sprachwissenschaftler mit ein, die behaupteten, dass Sprache nur beobachtet werden müsse und es keine Normen geben dürfe. Positiv erwähnt er den Einsatz der „unerschrockenen Deutschsprecher“ des Vereins Deutsche Sprache. („Unsere große Hure Duden“, Hamburger Abendblatt vom 27.03.2010)

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Warum soll in deutschsprachigen Gebrauchsanweisungen nicht ‚Rechner' statt ‚Computer', ‚Luftkissen' statt ‚Airbag', ‚Programm' statt ‚Software' stehen?“

Christoph Böhr, Landesvorsitzender CDU Rheinland-Pfalz, in der Welt am Sonntag vom 11. 2. 2001