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VDS-Infobrief Nr. 310
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Rettet das Deutsche vor der Werbebranche!

Dienstag, den 17. April 2012 um 16:10 Uhr

Die Werbebranche unternimmt zurzeit einen Großangriff gegen das Sprachniveau und gegen klare Aussagen in deutscher Sprache. In Schaufenstern, Werbeprospekten und Anzeigenkampagnen ist Englisch allgegenwärtig.

In einer aufwändigen Kampagne ruft das Warenhaus Karstadt zum „Mid Season Sale“ auf – mit „Sport-Highlights“, „Kidswear“ und „Home-Style“. Die Zigarettenmarke Marlboro plakatiert einen Großteil der Werbeflächen in Deutschland mit dem Spruch „Don’t be a Maybe!“ (übersetzt etwa: „Sei kein Feigling!“). Den sprachlichen Tiefpunkt hat die Lebensmittelmarke „Du darfst“ erreicht. Die Kampagne „Fuck the diet!“ (übersetzt etwa „Vergiss die Diät!“) wirbt für Diätprodukte von „Du darfst“.

„Beschwerden über englische Werbesprüche und über sprachliche Fehlleistungen von Unternehmen häufen sich derzeit wieder“, stellt Prof. Dr. Walter Krämer, Vorsitzender des Dortmunder Vereins Deutsche Sprache e.V., fest. Der VDS rät daher zum Kauf von Produkten, die nicht mit denglischen Sprüchen beworben werden. „Im Einzelfall prüfen wir auch eine Beschwerde beim Deutschen Werberat“, so Krämer.

Der VDS ist mit weltweit 35.000 Mitgliedern der größte Sprach- und Kulturverein, der sich für die Förderung- und Weiterentwicklung des Deutschen einsetzt. Von der Werbebranche in Deutschland fordert der VDS, mehr Verantwortung für die Sprachentwicklung zu übernehmen.
 

Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 ge­gründet, ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Mich hat es gestört, dass es keine ordentlichen deutschen Texte gab. Ich dachte, das muss doch gehen. Dass ich Trommler war, kam mir sehr zugute. Ich hab mir die Sprache zurechtgetrommelt. Ich konnte gut Wörter dehnen wie Kaugummi, sie schleudern, zerbeißen, konnte rhythmisch auch die ersten Rap-Dinger anlegen: 'Käthe Dorsch wohnt in Kiel', das war schon Ende der Siebziger.“

Udo Lindenberg, DB mobil 5/2016