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VDS bestätigt Zehetmair
Donnerstag, den 05. Januar 2012 um 12:03 Uhr

Der Verein Deutsche Sprache e.V. weist anlässlich der jüngsten Medienberichte über den Begriff „Fetzenliteratur“ auf die schwindende Bedeutung der deutschen Sprache in unserer Gesellschaft hin.
„Jeder Journalist, jeder Lehrer und jeder Sprachwissenschaftler weiß, dass die Sprachkompetenz in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten nachgelassen hat“, sagte der Vorsitzende des VDS, Professor Walter Krämer. Sichtbarer Ausdruck dafür seien Warnungen von Arbeitgebern, Auszubildende könnten sich immer schlechter ausdrücken; oder die nachlassende sprachliche Qualität von Seminararbeiten, die Krämer bei seinen eigenen Studenten feststellt. Deswegen hält er neue, kürzere Sprachformen in den Internetmedien wie Twitter oder SMS eher für eine Zusatzkompetenz. „Viel wichtiger ist aber, dass Jugendliche und Schüler die deutsche Hochsprache beherrschen und dies ist bei einer wachsenden Anzahl nicht mehr der Fall“, erklärte Krämer.
In einem dpa-Interview hatte der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair, zu Beginn der Woche Schreibschwächen bei Jugendlichen bemängelt. Daraufhin waren zahlreiche Artikel und Kommentare erschienen, die die Sorge um die Zukunft der deutschen Sprache als unbegründet ansehen.
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