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VDS-Infobrief Nr. 88
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VDS bestätigt Zehetmair

Donnerstag, den 05. Januar 2012 um 12:03 Uhr

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Der Verein Deutsche Sprache e.V. weist anlässlich der jüngsten Medienberichte über den Begriff „Fetzenliteratur“ auf die schwindende Bedeutung der deutschen Sprache in unserer Gesellschaft hin.

„Jeder Journalist, jeder Lehrer und jeder Sprachwissenschaftler weiß, dass die Sprachkompetenz in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten nachgelassen hat“, sagte der Vorsitzende des VDS, Professor Walter Krämer. Sichtbarer Ausdruck dafür seien Warnungen von Arbeitgebern, Auszubildende könnten sich immer schlechter ausdrücken; oder die nachlassende sprachliche Qualität von Seminararbeiten, die Krämer bei seinen eigenen Studenten feststellt. Deswegen hält er neue, kürzere Sprachformen in den Internetmedien wie Twitter oder SMS eher für eine Zusatzkompetenz. „Viel wichtiger ist aber, dass Jugendliche und Schüler die deutsche Hochsprache beherrschen und dies ist bei einer wachsenden Anzahl nicht mehr der Fall“, erklärte Krämer.

In einem dpa-Interview hatte der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair, zu Beginn der Woche Schreibschwächen bei Jugendlichen bemängelt. Daraufhin waren zahlreiche Artikel und Kommentare erschienen, die die Sorge um die Zukunft der deutschen Sprache als unbegründet ansehen.

 

Medienecho

Über „Sale“, das überflüssigste Wort des Jahres 2009, das vom Verein Deutsche Sprache gekürt wurde, berichtete unter anderem die „Bild“, die auch den VDS-Regionalleiter in der Elfenbeinküste, Antoine Djokouéhi, zitierte: „Warum sagt man es nicht in der Sprache der Kunden?“ Das Wort des Jahres war „Abwrackprämie“. Die Mitglieder des Verein Deutsche Sprache aus dem In- und Ausland hatten darüber abgestimmt. Bild vom 16.12.2009

 

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Sprüche

„Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Schuld daran sind die Werbung, ein Teil der Medien und auch einige Politiker. Sie wollen der deutschen Sprache den Garaus machen. Doch der Versuch, sie abzuschaffen, wird scheitern.“

Hans Magnus Enzensberger am 21.10.2007 in der Bildzeitung