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VDS-Infobrief Nr. 101
Archiv: 2010 2011

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Englisch vor Gericht

Mittwoch, den 09. November 2011 um 13:03 Uhr

Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) warnt in einem offenen Brief (pdf) an die Mitglieder des Recht­s­ausschusses des Deutschen Bundestags davor, Englisch als Gerichtssprache in Wirt­schafts­verfahren zu ermöglichen. Heute behandelt der Rechts­ausschuss eine entsprechende Geset­zes­­vorlage des Bundesrates. Demnach soll das Gerichts­verfassungs­gesetz geändert und Eng­lisch die Verhandlungs­sprache in bestimmten Kammern für internationale Handelssachen werden.

„Das deutsche Recht ist untrennbar mit der deutschen Sprache verbunden“, sagte der Spre­cher des VDS, Holger Klatte. Es widerspreche einem wesentlichen Prinzip unserer Demokratie, wenn nun auch Teile des deutschen Rechtssystems ins Englische abwandern, so Klatte.

Der mit 34.000 Mitgliedern größte Sprach- und Kulturverein in Deutschland kritisiert, dass die deutsche Sprache aus immer mehr Lebensbereichen verdrängt wird. Der VDS setzt sich dafür ein, dass das Deutsche seine Stellung als Sprache der Politik, des Berufs und als Fremdspra­che behält.

 

Medienecho

Der Bürgermeister Hans-Josef Vogel und die Stadt haben die vom Verein Deutsche Sprache vergebene Wortpatenschaft für den Namen ihrer eigenen sauerländischen Stadt übernommen: „Arnsberg“. Der ansässige Heimatbund hatte die Idee und überreichte dem Bürgermeister die Urkunde. Hans-Josef Vogel sagte, er freue sich darauf, die Pflichten der Patenschaft für das Wort zu übernehmen. „Wortpate für ‚Arnsberg‘“, Sauerlandkurier vom 28.03.2010

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Sie müssen sich doch nur ansehen, wer dieses Geschwafel in unserem Lande eigentlich verzapft. ... Das sind Leute, die glauben, ihre Halbbildung könnten sie dadurch steigern, daß sie sich, weil es als schick gilt, plötzlich nicht mehr in Deutsch ausdrücken.“

Helmut Schäfer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf einer Podiumsdiskussion in Hannover, 24.10.1999.