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VDS-Infobrief Nr. 337
und 2016


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Pressemitteilungen

Freitag, 02. Dezember 2016

Sprachnachrichten Nr. 72: Jacob Grimm mit Freunden

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Die aktuelle Ausgabe der Sprachnachrichten stellt noch einmal die Preisträger des Kulturpreises Deutsche Sprache 2016 vor: Katharina Thalbach, das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ und das Projekt „DeutschSommer“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Der VDS-Vorsitzende Walter Krämer interviewt den Bundestagsabgeordneten und Dortmunder Polizeikommissar Thorsten Hoffmann. Die Auseinandersetzung über das Verhältnis von Sprach­wissenschaft und Sprachkritik geht in die nächste Runde, u.a. mit einem Beitrag des Germanisten Jochen A. Bär (Universität Vechta). Der Heidelberger Philosoph Anton Friedrich Koch erklärt den Zusammenhang zwischen sprachlicher Unterwürfigkeit und den Wahlergebnissen der AfD. Drei Seiten sind für die Auftritte und Projekte des VDS am Tag der deutschen Sprache 2016 reserviert, der unter dem Motto „Deutsch verbindet“ am 10. September gefeiert wurde. Wolf Schneider beschäftigt sich mit den Auswirkungen der „Gendersprache“ und Gerd Schrammen hat Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“ noch einmal gelesen.

Die Sprachnachrichten gibt es auch an Kiosken und in Buchhandlungen zu kaufen. Eine Liste der Verkaufsorte ist hier.

 

Freitag, 02. Dezember 2016

VDS-Infobrief 338: Analphabetismus in Deutschland

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Foto: Pixabay (CC0)

In den kommenden zehn Jahren wollen sich Bund und Länder verstärkt für die Fortbildung von Erwachsenen einsetzen, die nicht richtig lesen und schreiben können. Die Bundesbildungsministerin Wanka rief am Montag die „Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung“ aus. 180 Millionen Euro will sie dafür ausgeben. In Deutschland gibt es mehr als sieben Millionen „funktionale Analphabeten“, d.h. sie können einzelne Wörter und Sätze lesen, scheitern aber an längeren Texten, z.B. Rezepten oder Bedienungsanleitungen.

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Freitag, 25. November 2016

Schlagzeile des Jahres: FOCUS vorn

Die Schlagzeile des Jahres 2016 stand im FOCUS vom 23. Juli: „Macht. Wahn. Erdogan.“ Kürzer und prägnanter lässt sich die aktuelle Lage in der Türkei wohl kaum beschreiben. Den zweiten Platz erreichte das Evangelische Monatsmagazin Chrismon mit seiner Novemberausgabe und der Schlagzeile „Irre sind menschlich“, den dritten Platz die Süddeutsche Zeitung mit „Schüttelfrost“. Hier geht es um die Probleme muslimischer Männer, Frauen die Hand zu geben.

Weitere Spitzenplätze gingen an SPIEGEL online für „Gauck geht. Gut“, nochmals an die Süddeutsche Zeitung für die „Riester Ente“, oder an die Berliner WELT für den „Liegenden Holländer“. Gegenstand des zuge­hörigen Artikel war der niederländische Fußballstar Arjen Robben und dessen Tendenz, im Strafraum gerne hinzufallen. Die 30 höchstbewerten Schlagzeilen sind auf den Netzseiten des Vereins Deutsche Sprache unter www.vds-ev.de (pdf) zu finden.

   

Freitag, 25. November 2016

VDS-Infobrief 337: Ein E-Buch ist auch ein Buch

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Foto: fotolia.com / 97792588 / Andrea Izzotti

Vor dem Europäischen Gerichtshof erging kürzlich ein Urteil, durch das elektronische Bücher (E-Bücher) und gedruckte Bücher beim Verleih durch Bibliotheken grundsätzlich gleich zu behandeln sind. Für die Nutzer von Bibliotheken wird sich deswegen einiges verändern. Liegt ein Buch elektronisch vor, dann erhält der Nutzer nur die elektronische Fassung. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. kritisiert das Urteil, weil die Bibliotheken keine besonderen Lizenzen für die E-Bücher mehr direkt mit den Verlagen aushandeln müssen. Der Deutsche Bibliotheks­verband begrüßt die Entscheidung, weil auf diese Weise mehr aktuelle Titel verfügbar seien und die Vergütungen für die Urheber künftig über die VG-Wort geleistet werden.

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Donnerstag, 17. November 2016

VDS-Infobrief 336: Sprache im Internet

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Foto: pixabay.com

Sprachforscher erwarten durch die Nutzung des Internets keine Verschlechterung, sondern vielmehr eine Veränderung der Sprache – auch im positiven Sinne. Man wolle durch innovative sprachliche Strategien beeindrucken, so die Mannheimer Sprachwissenschaftlerin Eva Gredel. Sprache differenziere sich so und Gemeinschaften finden ihren eigenen Stil. Gredel ist Sprecherin des Wissenschaftsnetzwerks „Diskurse digital“. „Sprache verfällt nicht“, so Gredel. Jeder habe seinen eigenen Stil. Auch das Verfassen von Kurznachrichten in nicht normgerechter Sprache sei kein Grund zur Beunruhigung. Der VDS setzt sich angesichts der Veränderungen durch die Internetmedien bei Bildungseinrichtungen dafür ein, dass eine hochsprachliche Norm gewahrt wird.

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Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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Dass Sprache und Worte auch Stil, Klasse und Poesie haben können, das geht in unserem schnelllebigen, alltäglichen Miteinander völlig verloren. 

Hannah Herzsprung, Schauspielerin, über das wunderschöne Deutsch in ihrem Film "Die geliebten Schwestern"