Nachrichten

VDS-Infobrief Nr. 345
und 2017

Archiv: 2010 2011 2012 2013
2014 2015 2016

 

VDS-Infobrief per E-Post:
Bestellung

Pressemitteilungen

Freitag, 20. Januar 2017

VDS-Infobrief 345: Worte der Liebe

infobrief345
© pixabay / CC0 1.0 / Anhangsgebilde

Seit Jahrhunderten schreiben die Menschen Liebesbriefe. Was diese Form des emotionalen Austausches über uns aussagt, hat die Germanistin Eva Wyss der Universität Zürich erforscht. Über 2500 Briefe aus den Jahren 1816 bis 2016 hat Wyss analysiert, um herauszufinden, „wie Liebeskonzepte sich geändert haben und welche Emotionen darin überhaupt thematisiert werden", berichtet ze.tt. Das Ergebnis: Die Funktion der Briefe und somit auch ihre Sprache unterscheiden sich über die beiden Jahrhunderte stark. War der Liebesbrief zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch die einzige Möglichkeit, den zukünftigen Ehepartner ohne die Beeinflussung der elterlichen Überwachung kennenzulernen, wurde die Liebe im 20. Jahrhundert und somit auch die Sprache der Liebe freier.

mehr...

 

Freitag, 13. Januar 2017

VDS-Infobrief 344: Goethes Schicksalsberg

infobrief344
© Wikipedia - Tuschezeichnung Goethes mit Blick nach Italien vom Gotthard, 1775

Dreimal besuchte Goethe das Sankt-Gotthard-Massiv in den Schweizer Alpen. 1775 auf seiner Reise nach Italien, 1779 im Alter von 30 Jahren als Beamter am Weimarer Hof und 1797 zu einer landeskundlichen Forschungsreise über die Schweiz und ihre Bewohner. Die Neue Zürcher Zeitung arbeitet Spuren dieser Reise in seinem dichterischen Werk heraus. „Das Gebirge war für Goethe ein Ort der Selbstfindung, eine Fundstätte der Erkenntnis und eine Goldader für Motive und Szenen.“

mehr...

   

Freitag, 06. Januar 2017

VDS-Infobrief 343: Unsere Eliten können auch anders als VW

allianz-arnea.jg
Allianz-Arena in München © Wikipedia / CC BY-SA 2.5 / Richard Bartz

Das Portal „Welt, N 24 u.a.“ berichtet am 4.1.2017, als quasi „brandneue“ Nachricht, über eine Pressekonferenz des alten und neuen Präsidenten des FC Bayern, Uli Hoeneß, anlässlich seiner Wiederwahl am 25.11.2016. Sollten die gegen den Zeitgeist gebürsteten Auffassungen von Hoeneß, fragt sich Dr. Kurt Gawlitta (VDS-Vorstand), der Grund dafür sein, dass erst heute darüber gesprochen wird? Hoeneß fordert nämlich, unsere Landessprache müsse in der Kabine und auf dem Platz die einzige Arbeitssprache sein. Dies zeige Identifikation mit dem Klub und beweise, dass der FC Bayern nicht nur eine Durchgangsstation sei. Hoeneß ist sich mit dem Trainer Ancelotti darin einig, dass es nicht angehe, wenn in Bayerns Kader, darunter Profis aus neun Nationen, viele auch nach mehreren Jahren nur schlecht oder gar kein Deutsch sprächen. Ein Zustand, den Hoeneß dringend ändern wolle!

mehr ...

   

Freitag, 30. Dezember 2016

VDS-Infobrief 342: Walter Krämer im Gespräch

plakat-einkaufen
Foto: VDS

VDS-Mitglied Hans-Martin Esser führte für das MagazinThe European ein Interview mit dem VDS-Vorsitzenden Prof. Dr. Walter Krämer. Die Gründung des VDS im Jahr 1997, so Krämer, sei auf ein Interview, gespickt mit unverständlichen Anglizismen, der FAZ mit der Modemacherin Jil Sander zurückzuführen. Dieses habe Krämer als Anstoß zur Notwendigkeit empfunden, gegen die Gefährdung des Deutschen als vollwertige Kultursprache vorzugehen. Bereits in der Wissenschaft lasse sich nur noch schwer auf Deutsch forschen. Krämer verstehe eine Veränderung der Sprache grundsätzlich nicht als etwas Schlechtes. Jedoch bestehe ein Unterschied in den Richtungen, von denen dieser Sprach­wandel ausgehe – beispielsweise zwischen „Werbe-Fuzzis“ und Dichtern und Denkern. Er verweist zudem auf den Kulturpreis Deutsche Sprache, der jährlich vergeben wird und Personen ehrt, die liebevoll mit der deutschen Sprache umgehen.

mehr ...

   

Freitag, 23. Dezember 2016

VDS-Infobrief 341: Protest gegen Volkswagen

vw
© Wikipedia / CC BY 3.0 / Andreas Praefcke

Der Volkswagen-Konzern will Englisch zur Unternehmenssprache machen. Für diese Ankündigung hat das Unternehmen in der vergangenen Woche viel Kritik einstecken müssen. Der Verein Deutsche Sprache e.V. warf den Autobauern aus Wolfsburg in einer Pressemitteilung „Verrat an der deutschen Sprache und Kultur“ vor.

Aus Protest gegen die sprachliche Neuausrichtung bei Volkswagen hat die in Berlin ansässige Stiftung Deutsche Sprache alle in ihrem Besitz befindlichen Aktien der Volkswagen AG verkauft. „Die Wörter Volkswagen und deutsche Sprache passen leider nicht mehr zusammen“, so der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer. Der Plan, mit Englisch als Konzernsprache leichter Führungskräfte aus anderen Ländern gewinnen zu können, sei „illusorisch“, urteilte Krämer.

mehr ...

   

Seite 1 von 23

 

Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

Mitglied werden

vds-logo-kleinMachen Sie mit! Im Verein Deutsche Sprache e. V. tun Sie etwas für die Zukunft des Deutschen als Kultur­sprache. Jeder ist willkommen; inzwischen sind es mehr als 36.000 Menschen, die weltweit im VDS in über 120 Ländern die deutsche Sprache fördern. Sie können den VDS als stilles Mitglied unterstützen oder die Vereinsarbeit aktiv mitgestalten. Hier (PDF-Datei) finden Sie den Antrag auf Mitglied­schaft. Am besten gleich ausfüllen und mit gelber Post oder per Fax an die Vereinszentrale zurück­. Weitere Informationen finden Sie hier: Mitglied werden.

Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 ge­gründet, ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

Wenn's ernst gemeint ist, muss es in der Muttersprache sein.

Rapper Smudo & Co. singen deutsche Texte
(derwesten.de 12.12.2014)