Nachrichten

VDS-Infobrief Nr. 86
Archiv: 2010 2011

VDS-Infobrief per E-Post:
Bestellung


Pressemitteilungen

Dienstag, 31. Januar 2012

VDS lobt Siemens

siemens Siemens-Hauptversammlung 2012 in der Olympiahalle München
Foto: Siemens

Der Verein Deutsche Sprache e.V. hat die Siemens AG auf der Aktionärs­haupt­versammlung am 24.1. in München für das Verzichten auf englische Fremdwörter gelobt. Siemens hatte nach Kritik des VDS die Sprache in eigenen Veröffentlichungen auf Anglizismen hin überprüft.

„Als erster Vorstands­vorsitzender eines Großkonzerns fangen Sie an, Anglizismen, diesen deutsch-englischen Mischmasch, auszumisten“, erklärte Dr.-Ing. Geert Teunis, Siemens-Aktionär und Mitglied der VDS-Arbeitsgruppe „Haupt­versammlungen“ gegenüber Siemens-Vorstandschef Peter Löscher. „Workshops heißen nun Arbeitstreffen, Joint Ventures wurden zu Gemeinschafts­unternehmen und aus dem Cross Sector Business wurde das Sektor­übergreifende Geschäft“, so Teunis vor 8.800 Aktionären in München.

 

Freitag, 27. Januar 2012

Städte als Sprachpfleger

Städte und ihre Behörden tragen Verantwortung für die deutsche Sprache. Die Bewohner erhalten amtliche Schreiben, Amtsträger und Verwaltungen präsentieren sich im Internet und auf Plakaten und die Stadtvertreter verhandeln im Stadtrat in deutscher Sprache.

Manche Städte und Gemeinden bekennen sich zu dieser Verantwortung, indem sie Mitglied im Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) werden. „Zehn Städte gehören heute zu den VDS-Mitgliedern“, sagte der Sprecher des Vereins, Holger Klatte. Gotha, Merseburg, Mühlhausen, Paderborn, Rastatt, Rudolstadt, Trossingen, die Gemeinde Wettringen und Wunstorf zeigten mit ihrer Mitgliedschaft, dass ihre Verwaltungen die deutsche Sprache pflegen, dass sie nach Möglichkeit auf denglische Formulierungen verzichten und sprachliche Kulturangebote, wie Theater, Büchereien oder Gesang in ihrer Stadt fördern, so Klatte.

   

Donnerstag, 05. Januar 2012

VDS bestätigt Zehetmair

twitter

Der Verein Deutsche Sprache e.V. weist anlässlich der jüngsten Medienberichte über den Begriff „Fetzenliteratur“ auf die schwindende Bedeutung der deutschen Sprache in unserer Gesellschaft hin.

   

Mittwoch, 14. Dezember 2011

VDS begrüßt HRK-Empfehlung

Der Verein Deutsche Sprache e.V. begrüßt die Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), das Deutsche als Sprache von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und als Sprache der Lehre zu erhalten. Die Hochschulen sollen sich demnach dafür einsetzen, ein verstärktes Bewusstsein für sprachenpolitische Fragen zu schaffen.

   

Donnerstag, 01. Dezember 2011

Dänische EU-Ratspräsidentschaft auf Deutsch

Die dänische Regierung wird den Internetauftritt der EU-Rats­präsident­schaft (www.eu2012.dk) ab dem 1.1.2012 in den Sprachen Dänisch, Englisch, Französisch und Deutsch anbieten. Dies bestätigte die Vor­sitzende des Europaausschusses des dänischen Parlaments (Folketing) Eva Kjer Hansen auf Anfrage des Vereins Deutsche Sprache e.V. Damit gibt Dänemark den Forderungen des VDS nach, die EU-Ratspräsi­dent­schaft auch in deutscher Sprache zu präsentieren.

   

Seite 1 von 5

 

Medienecho

Über „unsere große Hure Duden“ beschwerte sich Hermann Schreiber im Hamburger Abendblatt. Er kritisierte, dass vom Duden alles, was im Sprachgebrauch auftauche, nach gewisser Zeit übernommen werde. Dabei schloss er in seine Kritik auch die meisten Sprachwissenschaftler mit ein, die behaupteten, dass Sprache nur beobachtet werden müsse und es keine Normen geben dürfe. Positiv erwähnt er den Einsatz der „unerschrockenen Deutschsprecher“ des Vereins Deutsche Sprache. „Unsere große Hure Duden“, Hamburger Abendblatt vom 27.03.2010

 

VDS-Mitglied werden

vds-logo-kleinAls Mitglied im Verein Deutsche Sprache e. V. tun Sie etwas für die Erhaltung und Weiter­entwicklung des Deutschen als eine eigenständige Kultursprache. Jeder ist will­kommen. Sie können den VDS als stilles Mitglied unterstützen oder die Vereinsarbeit aktiv mitgestalten. Hier (PDF-Datei) finden Sie den Antrag auf Mitgliedschaft. Wir melden uns umgehend bei Ihnen, wenn Sie ihn ausgefüllt an uns zurücksenden. Weitere Informationen finden Sie hier: Mitglied werden.

Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Schuld daran sind die Werbung, ein Teil der Medien und auch einige Politiker. Sie wollen der deutschen Sprache den Garaus machen. Doch der Versuch, sie abzuschaffen, wird scheitern.“

Hans Magnus Enzensberger am 21.10.2007 in der Bildzeitung