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Lichtblicke 2008
Die angeführten Erfolge sind teilweise, aber nicht immer, auf Initiative von VDS-Mitgliedern zustandegekommen. Sie zeigen aber, wie sich das Bewußtsein zugunsten der deutschen Sprache ändert. Der Erfolgskalender wird von Eva Kieselbach geführt.
Sander Consulting in Cuxhaven ruft in seinem Netzauftritt: "Schluss mit DENGLISCH!"
"Wörter wie claimen, canceln oder Implementierung haben NULL Wirkung auf Ihre Zuhörer! Kommen Sie zurück zur einfachen Sprache und entfernen Sie sich nicht weiter von Ihren Kunden! Lesen und beleben Sie unser Denglisch-Lexikon!" Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich immer mehr kleine Unternehmen um die Sprache bemühen.
November
- Der Werbespruch für Coca Cola heißt nicht mehr Make It Real, sondern Nur Du bist Du!
- Die hessische CDU nennt ihren Newsletter jetzt für jeden Leser verständlich CDU-Aktuell.
- Das Informationsblatt des hessischen Landtagsabgeordneten Klaus Peter Möller, Gießen, heißt nicht Newsletter, sondern Der Wahlkreisbote.
- In Hann. Münden gab es im Advent 2007 ein Candle-Light-Shopping. Nach Protesten der VDS-Regionalgruppe läuft die Aktion in diesem Jahr in den meisten Geschäften unter Einkaufen bei Kerzenschein.
- Die Fluglinie Condor, eine Lufthansa-Tochter, wirbt unter dem Motto Eintagsfliegen mit den Begriffen Kurzfliegen und Langfliegen und setzt den Anglizismus one-way in kleiner Schriftgröße darunter.
- Während die Sportholzfäller-Meisterschaft in Marburg unter dem Titel Timbersports stattfand (z. B. mit den Disziplinen Standing Block Chop, Stock Saw, Single Buck, Springbooard), veranstalteten die Buchenknicker in Bortshausen einen Holzmacher-Wettkampf.
Oktober
- Die Interessengemeinschaft Altstadt in Dorsten/NRW wollte eine Nacht der offenen Geschäfte als late-night-shopping veranstalten. Der VDS-Regionalleiter überzeugte die Verantwortlichen, das Motto in Kaufen, Mond und Sterne zu ändern.
- Die Stadt Gerolzhofen suchte für den Stadtbus eine Bezeichnung ohne Anglizismen. Gewählt wurde Statt Auto Stadtbus wegen des gelungenen Wortspiels.
- Die Erzeugergemeinschaft Albkorn suchte eine Bezeichnung ohne Anglizismen für eine neue Messe in Auingen/Schwäbische Alb. Die Ausrichter haben sich für schön&gut entschieden.
- Amazon.de hat die früher so genannte Search-Inside-Funktion in Blick ins Buch umbenannt, und zwar nicht nur nach dem ersten Klick, sondern gleich bei der Erstanzeige von Suchresultaten.
September
- Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Wahl zum bayerischen Landtag warb auf Plakaten mit dem Spruch We Can Do It! Nach einigen hämischen Kommentaren in den Medien gab es neue Plakate mit dem Text Pack ma's! … direkt in den Landtag
- Tobias Künzel von der Musikgruppe "Die Prinzen" erklärt, die Band sänge nur auf Deutsch, und er selbst vermeide Anglizismen bis zur Skurrilität.
- Auf den Schildern der Flughafen-S.Bahn-Station in Hamburg und auf den HVV-Liniennetzplänen wird die Bezeichnung Hamburg Airport (Flughafen) stehen. Der deutschsprachige Zusatz wurde auf Wunsch der Bürgerschaft nach längerer Diskussion hinzugesetzt.
- In der Diskussionssendung "Hart, aber fair" erklärt der Moderator Frank Plasberg die Finanzkrise in den USA ohne kryptische Abkürzungen und verwirrende Anglizismen (und mit Playmobil-Figuren).
- Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entscheidet, dass der englische Begriff Promotion für die Kennzeichnung einer Dauerwerbesendung nicht ausreicht und empfiehlt die von der Landesmedienanstalt geforderten Begriffe Dauerwerbesendung bzw. Werbesendung.
- Der neue Werbespruch der Bekleidungsfirma ADLER lautet Mode zum Wohlfühlen schön. Bisher hieß es Mode mit Happy End.
- Bundeskanzlerin Merkel ruft bei einem Besuch der Zentrale des Goethe-Instituts in München dazu auf, einen selbstbewussten Umgang mir der deutschen Sprache zu pflegen und Anglizismen zu vermeiden.
- Die baden-württembergische Labortechnikfirma Witeg besteht darauf, dass alle Mitarbeiter während der Arbeitszeit im Fertigungsprozess ausschließlich Deutsch sprechen.
- Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen ruft Schulen zur Beteiligung am Tag der deutschen Sprache auf.
- Erstmals in der Nachkriegszeit führt eine Ortschaft in Polen neben der polnischen Bezeichnung auch den alten deutschen Namen (Lubowice / Lubowitz, Geburtsort von Joseph von Eichendorff).
August
- Das Altonaer Museum für Kunst und Kulturgeschichte Hamburg verzichtet in allen Veröffentlichungen auf Anglizismen und wird deshalb von der VDS-Regionalgruppe mit dem Elbschwanenorden ausgezeichnet.
- Im Landkreis Göttingen wird eine verständlichere Verwaltungssprache eingeführt. Vorbild war der Träger des Initiativpreises Deutsche Sprache 2005, Landrat Gedaschko aus Harburg.
- In der Firma ZIM aus Markdorf (Luftfahrtzulieferer) wurde bewusst auf Anglizismen im Firmennamen verzichtet (Erklärung des Firmenchefs Peter Zimmermann).
- Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers hält nichts von Anglizismen, deshalb ist in einem neuen Gesetz von Immobilien- und Standortgemeinschaften (Gesetz über Immobilien- und Standortgemeinschaften, ISG) die Rede, während dies in anderen Bundesländern als Business Improvement Districts (BIDs) bezeichnet wird.
- Bei den Bad Hersfelder Opernfestspielen wird traditionell in deutscher Sprache gesungen, so. z. B. im August 2008 in "La Traviata".
- Das neue Multiplex-Kino in Offenbach wird unter dem Namen Forum betrieben. Es wurde ausdrücklich darauf geachtet, keinen Anglizismus zu verwenden.
- Der Deutschlandfunk verkündete die Einführung der Persönlichen Identifikationsnummer und sprach die Abkürzung ID als ei-di aus. Nach dem Anruf eines VDS-Mitglieds wurde dies geändert.
Juli
- An der Straßenbahnhaltestelle am Theater in Freiburg verschwindet der Laden Back-Shop, es eröffnet back-werk.
- Die in Wien erscheinende Zeitung "Österreich" verwendet das Wort Netz statt des üblichen Web ("Oe24-Netz ist Nummer 1 bei Tageszeitungen").
- Die Carl-Engler-Realschule in Hemsbach, vom VDS als Sprachhunzer und als Sprachpanscher vorgeschlagen, ändert die Bezeichnung des Leistungspreises "Pimp your education" in "Anstrengung macht Schule - Preis für Leistungsverbesserungen".
Juni
- Zur Fußball-Europameisterschaft suchen einige Medienunternehmen nach einem deutschen Ausdruck für Public Viewing, z. B. Oldenburger Volkszeitung (Gemeinsamens Fußballgucken), WDR-Rundfunk (Rudelgucken), Hessischer Rundfunk Laola-Kino), Saarländischer Rundfunk (Fußballkino).
- Der Schriftsteller Ilija Trojanow (in Bulgarien geboren) beklagt in seinem Buch "Der entfesselte Globus" die Überfremdung des Deutschen durch Anglizismen.
- Ein Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung AG erklärt, im Unternehmen würden keine Anglizismen benutzt.
- Im Netzauftritt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird der englische Begriff Privacy Policy durch Datenschutzerklärung ersetzt.
- In Saarbrücken nimmt das Deutsche Musikradio seinen Betrieb auf und sendet deutschsprachige Rock- und Popmusik für ein junges Publikum.
Mai
- Die Reiterkarte im Internet-Explorer heißt statt Tab wieder Registerkarte, und die Control-Taste wird wieder als Steuerung (Strg) bezeichnet.
- Ein Redakteur der Hannoverschen Allgemeinen erklärt in einem Artikel, dass er das Wort Public Viewing nicht verwendet, weil es "unter all den affigen Anglizismen das affigste ist".
- Die Stadt Wiesbaden nimmt am Internetdienst für eine moderne Amtssprache (IDEMA) der Universität Bochum teil, um in Zukunft Amtsdeutsch in behördlichen Formulierungen zu vermeiden.
- Ein Mitglied fragte in einer Stadtverordnetensitzung in Kassel nach dem Einsatz von Security-Personal. Der Stadtkämmerer antwortete unter großem Applaus, man möge doch den deutschen Begriff Sicherheitspersonal verwenden.
- Die Ruhr-Universität Bochum wird für den Internetdienst für eine moderne Amtssprache - IDEMA - unter 1500 Projekten von der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet.
- Der Chef des Mobilfunkbetreibers E-Plus gibt, auf Anglizismen angesprochen, zu, bisher nicht die Sprache der Kunden, sondern der Industrie verwendet zu haben und kündigt an, beim Tarif Base Beamten- und Behördendeutsch zu vermeiden.
- Die Messe "Harz und Heide" in Braunschweig sollte in Region live umbenannt werden. Nach Protesten der VDS-Regionalgruppe und des Oberbürgermeisters heißt sie jetzt Braunschweig-Messe.
- Eduard Oswald, Vorsitzender des Finanzausschusses des Bundestages, weigert sich, in seinem Gremium Vorlagen der EU zu beraten, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind.
- Die Frankfurter Allgemeine Zeitung benennt nach regen Diskussionen das Bücherforum im Internet um. Statt Reading Room heißt es jetzt Lesesaal.
- Die Deutsche Post, bisher fleißiger Anglizismenverwender, wirbt mit dem Spruch Die Post für Deutschland.
- Der Sänger Smudo (Die fantastischen Vier) erklärt, es wäre der Gruppe ein Anliegen, die deutsche Sprache virtuos und wortreich in die uramerikanische Rapmusik einzubetten, um dem Vorurteil zu begegnen, Deutsch sei keine adäquate Sprache für Musik dieser Art.
April
- Bei der UBS-Generalversammlung in Zürich wehrt sich ein Aktionär gegen ein Votum in englischer Sprache. Daraufhin wird die Versammlung in deutsch fortgesetzt.
- Die Zeitschrift Bunte benennt Rubriken um: aus Events wird Nicht verpassen!, Charity wird zu Benefiz.
- Die Internetsuchmaschine Google setzt zur Bezeichnung Girls' Day den Zusatz Mädchen-Zukunftstag.
- Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg verzichtet auf die Bezeichnung Girls' Day und benutzt durchgehend Zukunftstag (für Mädchen oder Jungen).
- Die Fraktion Die Linke im Cottbuser Stadtparlament stellt den Antrag, eine bürgerfreundliche Verwaltungssprache durchzusetzen, die so wenig wie möglich von fremdsprachlichen Begriffen durchsetzt ist. Einen Schwerpunkt soll die Eindämmung von Anglizismen (Denglisch) bilden.
- Der Energieanbieter RWE ist international ausgerichtet, verzichtet aber auf Denglisch, betont die regionalen Wurzeln und nennt die neue Werbekampagne voRWEg gehen.
- Im Internetauftritt von Perspektive Mittelstand wird ein Floskelskänner für geschäftliche und private Kommunikation vorgestellt, mit dessen Hilfe der Kunde für sperrige Formulierungen und Anglizismen Gegenvorschläge erhält, z. B. Besprechung oder Konferenz statt Meeting.
- Die Geschäftsleute in Emmendingen planen für Juni 2008 eine Gewerbeausstellung unter dem Motto Emmendingen by night and day. Nach Protesten von VDS-Mitgliedern soll die Veranstaltung jetzt Emmendinger Leistungsschau heißen.
- Der Verlag für die deutsche Wirtschaft rät seinen Kunden, sparsam mit Anglizismen umzugehen und veröffentlicht eine Liste vermeidbarer Begriffe.
- Auf dem Gelände eines ehemaligen Ausflugslokals in Braunschweig soll ein Einkaufszentrum entstehen. Statt des geplanten Namens Amaliencenter wird es auf Betreiben der SPD im Stadtrat traditionsgemäß Weißes Ross heißen.
- Das Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine nennt sein Informationszentrum nicht Servicepoint, sondern Schaustelle.
März
- Bei der Werbung für die Schweizer Limonade Rivella verzichtet die Agentur bewusst auf Anglizismen und wirbt Mit wenig Kalorien statt das übliche Light zu benutzen.
- Die Schweizer Post tritt künftig fast ausschließlich unter der Marke "Post" auf, lässt die Untermarken PostMail und PostLogistics verschwinden und kommt damit dem Ziel näher, die Zahl der verwendeten englischen Begriffe zu reduzieren.
- In folgende Gesetze wird ein Passus aufgenommen, dass für die Ausübung der Berufstätigkeit über die erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt werden muss: Zahnheilkundegesetz, Hebammengesetz, Psychotherapeutengesetz, Krankenpflegegesetz.
- Der Sportwagenhersteller Porsche setzt intern ganz auf die deutsche Sprache, weil sich die Mitarbeiter perfekt verständigen müssen. Die Firma hatte im Jahr 2007 einen Zulassungsrekord in Deutschland.
- Die Nordwest-Zeitung in Oldenburg hatte vor einiger Zeit Experten gebeten, eine Ausgabe auf überflüssige Anglizismen (Denglisch) durchzusehen. Die Regionalgruppe des VDS stellte fest, dass dieses Bemühen durchgehalten wird und die NWZ auch weiterhin erfreulich wenige unnötige englischsprachige Ausdrücke einsetzt.
- Für das Offenburger Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach sollte ein einprägsamer Name ohne Anglizismen gefunden werden. Es heißt nun SMS als Abkürzung für Selbstlernzentrum, Mensa, Stadtteilzentrum.
- Der Reiseveranstalter ACE-Reisen verschickte bisher Unterlagen mit einem Kärtchen with compliments. Nach Beschwerde eines VDS-Mitglieds wird die Gestaltung geändert und der englischsprachige Text entfällt.
- Das Intranet "IntraComm" der EU-Kommission in Brüssel, bisher englisch/französisch, wird auf Initiative der VDS-AG "Sprachenpolitik in Europa" in Zukunft dreisprachig deutsch/englisch/französisch.
- Der Fernsehsender SAT.1 bezeichnet ab 17. März die Sendung SAT.1 News als SAT.1 Nachrichten.
Februar
- Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung teilt mit, dass die elektronischen Medien der Bundesregierung auf vielfach geäußerten Wunsch der Leserschaft verständlichere und deutsch-sprachige Titel bekommen haben: e.balance heißt jetzt Magazin für Soziales, Familie und Bildung; e.conomy = Magazin für Wirtschaft und Finanzen; e.public = Magazin zur Europapolitik; e.structure = Magazin für Infrastruktur und die neuen Länder; e.velop = Magazin zur Entwicklungspolitik.
- Bei der S-Bahn München, einer Tochter der Deutschen Bahn (Sprachpanscher 2007), wird die hotline in Deutsch heißer Draht genannt.
- Der Verein für Socialpolitik, die größte Ökonomenvereinigung Europas, gibt seine Mitgliederzeitschrift in englischer Sprache für das internationale und in deutscher für das deutsche Publikum heraus.
- Ein süddeutscher Spielkartenhersteller, der seine Kinderquartette im Vorjahr auf Englisch umgestellt hatte, hat zur Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg sein Sortiment wieder durchweg in deutscher Sprache vorgestellt.
- In immer mehr Bundesgesetze wird der Zusatz aufgenommen, dass Kenntnisse der deutschen Sprache gefordert werden (z.B. Bundesapothekerordnung, Bundesärzteordnung, Altenpflegegesetz).
- Für das Hallen-Reitturnier Verden wurde ein neuer Name gesucht, der nicht rein englisch und nicht denglisch sein sollte. Es heißt jetzt VER-Dinale (in Anlehnung an das Kfz-Kennzeichen und Finale).
- Im Deutschlandfunk (DLF) wurde in den Nachrichten vom airport Orly gesprochen. Nach dem Anruf eines Hörers hieß es fortan Flughafen Orly, und die Sprecherin wies darauf hin, dass es beim DLF im Zusammenhang mit den USA-Wahlen Super-Dienstag und nicht super tuesday heiße.
- Bei einem Treffen der VDS-Aktiven in Hann. Münden (Region 34) wurde der Wirt auf den Text All you can eat angesprochen. Nach Ende der Veranstaltung stand auf dem Schild Soviel Sie mögen.
- In Niedersachsen wird der bisherige Girls' Day umbenannt in Zukunftstag für Mädchen und Jungen 2008.
- Ein Geschäft in Lüneburg warb mit Kids sale inside. Nach dem Hinweis, dies hieße "drinnen Kinder(aus)verkauf" wurde das Plakat entfernt.
Januar
- Ein Internetseitenbetreiber aus Hamburg bietet auf www.wiesagichsaufdeutsch.de Übersetzungen zu Anglizismen, ähnlich dem VDS-Anglizismenindex.
- An der Autobahn A3 Frankfurt - Würzburg, Ausfahrt Marktheidenfeld, eröffnet ein neues Einkaufszentrum unter der Bezeichnung Einkaufsland - das Land des Vielen, Schönen, Guten. Es gibt dort auch Kleidung aus zweiter Hand.
- Ein Bio-Lieferdienst in Südniedersachen/Nordhessen nennt den bisherigen Newsletter nach Hinweis einer Kundin um in Neuigkeiten vom Grünen Boten mit der Betreffzeile Grüner Bote Aktuell.
- Während viele Fachzeitschriften nur noch auf Englisch veröffentlichen, gibt das Deutsche Ärzteblatt zusätzlich zur deutschen Ausgabe eine englischsprachige Onlineausgabe heraus. Dadurch sollen die Beiträge besser in den internationalen Datenbanken repräsentiert, gleichzeitig aber das Deutsche als Wissenschaftssprache beibehalten werden.
- Die Pinneberger Verkehrsgesellschaft, die im September 2007 mit dem Schleswig-Holsteiner Sprachpreis der VDS-Region 25 ausgezeichnet wurde, gibt dem bisherigen Newsletter den Titel In Kürze.
- Nach Protesten der Bundesregierung wird während der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft bei allen Ratssitzungen und auch bei informellen Ministertreffen und anderen informellen Treffen ins Deutsche übersetzt und so ein drohender Sprachenstreit abgewendet.
- Das Tochterunternehmen der Firma für Außenwerbung Wall in Berlin (hat u.a. die VDS-Großplakate mit Prominenten und deren Aussprüchen hergestellt) nennt sich Die Draussenwerber.
- Die Tageszeitung "Usinger Anzeiger" hat englischen und amerikanischen Begriffen den Kampf angesagt, es sei denn, sie sind unvermeidlich.
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