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Infobriefe 2014

Dienstag, 30. Dezember 2014

VDS-Infobrief 52. Woche

Presseschau vom 24. bis 30. Dezember 2014

 

Rückblick auf die Denglisch-Patzer des Jahres

Der „Spiegel“ blickt in einem Artikel auf die lustigsten Denglisch-Patzer des Jahres zurück. Bekannte Persönlichkeiten wie Fußballspieler Mario Götze („What do you do so?“) oder Fußballtrainer Jürgen Klopp („When one comes to the other“) haben im Jahr 2014 ihr „selbstgestricktes Englisch“ zum Besten gegeben, das hier als „Filserenglisch“ bezeichnet wird. Spiegel-Kolumnist Peter Littger sagt jedoch, „dass Englisch gar keine Fremdsprache mehr für uns ist, sondern eine Muttersprache - ohne Mutter!“. Dieser große Wortschatz auf Englisch überfordere uns, so dass wir Begrifflichkeiten durcheinander werfen. Ein „El Dorado“ dafür seien Restaurants, in denen es beispielsweise „Country Potatoes“ gebe. „Überlegen Sie sich Silvester genau, was Sie wollen. Und wenn Sie den Damen bloß zuprosten wollen, dann sagen Sie besser nicht "On the ladies!" (H. Lübke) sondern "To the ladies!"“, rät der Spiegelautor, der in seiner Kolumne „Fluent English“ über die schönsten Englisch-Patzer und die sprachliche Kreativität schreibt. Hier finden Sie weitere Kolumnen. (spiegel.de)

 

Naturlyrik als Integrationshilfe

Die „WAZ“ berichtet von einem Lyrik-Projekt der Inderin Saraswati Albano-Müller. Sie möchte mit Hilfe von bekannten deutschen Gedichten die Integration von ausländischen Kindern voran treiben. Die Idee für dieses Projekt läge in ihrer eigenen Kindheit, da sie als Kind in Indien das Gedicht „The Daffodils“ („Die Narzissen“) von William Wordsworth auswendig lernen musste und so ihre Begeisterung für die Naturlyrik entdeckte. „Diese einfachen Worte, diese alte Sprache, diese tollen Beschreibungen - es hat mich einfach begeistert“ sagt sie über deutsche Gedichte, wie Goethes „Gefunden“. Über deutsche Gedichte und Lieder lernen Kinder die Sprache sehr gut, so Albano-Müller. Ausschlaggebend für ihr Projekt war jedoch die Forderung der CSU in Bayern, dass Migranten in der Familie und der Öffentlichkeit Deutsch sprechen sollten. Saraswati Albano-Müller halte das für lächerlich, denn Migranten sollen aus Freude an der Sprache Deutsch sprechen und nicht, weil sie dazu gezwungen werden. Mit ihrem Projekt begeistert sie Lehrer, Eltern und andere, die ihr Gedichte zuschicken und sie für ihr Engagement loben. Jedoch brauche sie trotzdem noch mehr Hilfe von Menschen, die dieses Projekt unterstützen wollen. Ähnlich wie die Kooperation mit der Gesamtschule in Haßlinghausen wünscht sie sich eine Kooperation mit Lehrern und Schulen in ihrer Heimatstadt Schwelm, die mit ihr zusammen die Naturlyrik erforschen. Helfer können sich unter 02336/2200 melden! (derwesten.de)

 

Die Stellung der deutschen Sprache

Die „WAZ“ präsentiert das neue Werk von Ulrich Ammon. „Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt“ (79,95 €, Verlag de Gruyter Mouton) befasst sich mit dem Verhältnis der deutschen Sprache zu anderen Weltsprachen und ist das Ergebnis von 200 Forschungsprojekten, die der ehemalige Sprachexperte der Universität Duisburg-Essen durchgeführt hat. Auf 1.295 Seiten wecke der Soziolinguist keine großen Zukunftserwartungen für die deutsche Sprache hieß es in einem Artikel des „Oberpfalznetz“. „Heute ist das fast nur noch auf Englisch möglich. Sprache ist aber ein wichtiger Geltungs- und Machtfaktor.“ Der Autor selbst äußert, dass die deutsche Sprache heute im Internet eine durchaus merkliche Rolle spiele, wenn auch in der zweiten Liga, auf ähnlichem Niveau wie Spanisch, Portugiesisch, Arabisch oder Französisch. Deutsch werde besonders wegen der Wirtschaftskraft der deutschsprachigen Länder rund um die Welt gelernt, doch „Es darf natürlich nicht übersehen werden, dass Deutsch sich unter den Bedingungen der heutigen globalen Kommunikation zu behaupten hat“ fügt Ulrich Ammon hinzu. (derwesten.de, oberpfalznetz.de)

 

Integrationslotsen in Wetzlar

„Mittelhessen“ stellt ein Projekt der Domstadt Wetzlar vor. Zusammen mit dem Freiwilligenzentrum Mittelhessen wurde das Projekt der Integrationslotsen gegründet. Ziel sei es, eine zukunftsfähige Integrationspolitik zu schaffen. 15 Freiwillige, welche selbst einen Migrationshintergrund haben und aus elf verschiedenen Nationen zusammen gekommen sind, wurden in einem Kurs zu zertifizierten Integrationslotsen ausgebildet. Dolmetschen gehört zu den Hauptaufgaben der Lotsen sowie die Kontaktknüpfung zu Behörden und Ämtern. Karin Buchner vom Freiwilligenzentrum Mittelhessen sagt „Die Begeisterung der Leute ist eine tolle Bestätigung unserer Arbeit. Genau das macht das Projekt so außergewöhnlich." (mittelhessen.de)

 

Hinweis

 


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Dies ist der VDS-Infobrief. Er enthält die Neuigkeiten und Nachrichten über die deutsche Sprache der vergangenen Woche. Wir sichten die Presse, Aussagen von Politikern, Wissenschaftlern und Persönlichkeiten, die in den Schlagzeilen stehen. Für eine bessere Übersicht fassen wir die Neuigkeiten zusammen. Handelt es sich um Meldungen aus dem Internet, sind die dazugehörigen Verweise angegeben.

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Dienstag, 23. Dezember 2014

VDS-Infobrief 51. Woche

Presseschau vom 17. bis 23. Dezember 2014

   

Freitag, 19. Dezember 2014

VDS-Infobrief 50. Woche


Presseschau vom 10. bis 16. Dezember 2014

   

Freitag, 12. Dezember 2014

VDS-Infobrief 49. Woche

Presseschau vom 3. bis 9. Dezember 2014

   

Donnerstag, 04. Dezember 2014

VDS-Infobrief 48. Woche

Presseschau vom 26. November bis 2. Dezember 2014

   

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Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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