Wir schätzen unsere deutsche Muttersprache, die Orgel unter
den Sprachen, wie Jean Paul sie nannte. Um sie als eigenständige
Kultur- und Wissenschaftssprache zu erhalten und vor dem Verdrängen
durch das Englische zu schützen, gründeten wir im Jahr 1997
den Verein Deutsche Sprache. Er ist
eine bunte, große und schnell wachsende Bürgerinitiative mit
mittlerweile über 31.000 Menschen aus nahezu allen Ländern,
Kulturen, Parteien, Altersgruppen und Berufen. Allein ein Drittel davon
sind Freunde der deutschen Sprache aus Asien oder Afrika.
Auch Sie können mitmachen, für nur 30 Euro im Jahr sind Sie dabei.
Bis zum 27. Lebensjahr ist die Mitgliedschaft sogar kostenlos! Hier geht's
zum Beitrittsformular.
5. März 2010: Jetzt in Grün, in der Farbe der Hoffnung
kommt er daher, nach Weiß, Blau, Rot, Gelb
und Lila: Der neue Anglizismen-INDEX 2010
Denn erstmals keimt Hoffnung auf für ein wachsendes Bewusstsein
bei der deutschen Sprachgemeinschaft, dass ihre Sprache ein
schützenswertes Kulturgut ist und die Flut der eingeschleppten
Anglizismen eingedämmt werden muss, um Schaden von ihr
zu wenden. Selbst einem der größten und hartnäckigsten
Sprachpanscher, der "Deutschen Bahn", dämmert
es; sie kündigt an, ihre Kunden wieder auf Deutsch ansprechen
zu wollen. Auch ihr kann der Anglizismen-INDEX eine Hilfe sein,
ihre vergessenen deutschen Wörter unter den jetzt 7.220
Einträgen des INDEX wiederzuentdecken.
Die Olympischen Spiele in Vancouver zeigen, wie international
die deutsche Sprache ist. Nicht nur die Wintersportler aus Deutschland,
Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Südtirol
sprechen untereinander deutsch. Auch viele Olympiasieger aus
anderen Nationen geben Interviews auf Deutsch - darunter Emil
Hegle Svendsen (Biathlet aus Norwegen), Axel Lund Svindal (Skiabfahrtsläufer
aus Norwegen), Lindsey Vonn (Skirennläuferin aus den USA),
Anastasia Kuzmina (slowakische Biathletin) oder Björn Ferry
(schwedischer Biathlet). weiter
19. Februar 2010: Für ein vielsprachiges Europa
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) ruft zum Internationalen
Tag der Muttersprachen am kommenden Sonntag die Sprachgemeinschaften
Europas dazu auf, die Vielsprachigkeit des Kontinents besser
zu achten.
Die Europäer müssen anerkennen, dass die 23
Amtssprachen der Mitgliedsländer eine Besonderheit der
Europäischen Union sind, die wir bewahren und fördern
müssen, sagte Dietrich Voslamber, der im Vorstand
des VDS für Angelegenheiten der europäischen Sprachenpolitik
zuständig ist. Die unterschiedlichen Sprachen dürfen
nicht nur Kostenfaktor sein, sondern müssten als Kulturschatz
gesehen werden, so Voslamber. Es darf nicht sein, dass
die Lösung des Sprachenproblems ausschließlich in
der Verbreitung des Englischen gesucht wird, kritisierte
Voslamber und rief die Sprachgemeinschaften Europas dazu auf,
nach Wegen zu suchen, die Sprachenvielfalt auszubauen.
weiter
16. Februar 2010: Bahn will deutsche Sprache einführen
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) begrüßt die
Ankündigung des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn
AG, Rüdiger Grube, künftig weniger Anglizismen auf
Bahnhöfen und im Bahnverkehr zu verwenden. In der Süddeutschen
Zeitung versprach Grube, dass es Wörter wie Hotline und
Flyer nicht mehr geben und die Dienstleistung Call a bike künftig
Mietrad-Angebot heißen soll. weiter
15. Februar 2010: Hamburg kapituliert vor Englisch
(mb) Während sich immer mehr Menschen in Deutschland gegen die
Verbreitung von Denglisch auflehnen, begnügt sich die Freie und
Hansestadt Hamburg nicht mehr mit halben Sachen: Hier ist überall
Original-Englisch auf dem Vormarsch, offenbar auch auf Regierungsebene
gefördert oder zumindest geduldet. Zusammen mit anderen Bundesländern
hat Hamburg jetzt im Bundesrat die schon länger diskutierte Gesetzesinitiative
zur Einrichtung von internationalen Kammern für Handelssachen gestartet
Verhandlungssprache: Englisch. Da wird künftig wohl auf
Englisch im Namen des Volkes" Recht gesprochen. Dabei handelt
es sich um das Volk, das in seiner großen Mehrheit diese Sprache
weder spricht noch versteht. weiter
1. Februar 2010: Sprachvorbild Ramsauer
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) lobt die Anweisung des
Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer (CSU) an seine Mitarbeiter,
in seinem Ressort auf Anglizismen zu verzichten. Demnach soll
aus dem „Travel Management“ eine „Reisestelle“ werden, statt
„Task Forces“ arbeiten in Ramsauers Ministerium „Projektgruppen“
und die Mitarbeiter treffen sich nicht zum „Inhouse Meeting“
sondern im „hauseigenen Seminar“, „Public Private Partnership“
heißt „Öffentlich-Private Partnerschaft“. weiter
26. Januar 2010: Deutsche Sprache schlecht vertreten
Mit eindrucksvoller Deutlichkeit hat der angehende deutsche EU-Kommissar
in Brüssel, Günther Oettinger, vorgeführt, dass es besser
ist, politische Angelegenheiten in der Europäischen Union in der
Muttersprache zu erklären. Oettinger, der seine Englischkenntnisse
laut Financial Times als sehr sicher einschätzt, ist
seit einigen Tagen auf dem Video-Portal Youtube bei einer Rede zu sehen,
die er im Dezember in Berlin gehalten hatte.
Das Video offenbart erhebliche Schwächen des deutschen Politikers
bei der Aussprache von englischen Wörtern und bei der Satzbetonung,
so dass große Teile der Rede vollkommen unverständlich sind.
11. Januar 2010: Sprachschützer greifen Justizminister an
Sprachschützer reagieren entsetzt auf Pläne, Deutsch
als verbindliche Gerichtssprache in Deutschland abzuschaffen.
Nach einer am Wochenende bekannt gewordenen Initiative der Justizminister
von Nordrhein-Westfalen und Hamburg soll das Gerichtsverfassungsgesetz
dahingehend geändert werden, dass künftig in Deutschland
Zivilprozesse auch auf Englisch verhandelt werden sollen. Wirtschaftsanwälte
erhoffen sich dadurch bessere Geschäfte. weiter
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) begrüßt die
Einigung zwischen dem Österreichischen Rundfunk (ORF) und
der Musikwirtschaft in Österreich, den Anteil heimischer
Musik im Rundfunk zu erhöhen. Demnach sollen in den Sendern
des ORF bis 2011 rund 30 Prozent Lieder aus Österreich
gespielt und Musiker aus Österreich besser gefördert
werden. weiter
Prof. Dr. Hans Joachim Meyer (ehem. Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken)
Man wird schwerlich in der Welt noch eine andere Gesellschaft finden, die ihre eigene Sprache so schamlos mißachtet und so hemmungslos aufgibt, wie die deutsche Gesellschaft.
Die deutsche Sprache ist rund um den Globus sehr beliebt und verbreitet. Der VDS gehört mit seinen über 15.000 ausländischen Mitgliedern in über 100 Ländern zu den am weitesten verbreiteten Vereinen weltweit. Auf dem Foto sind Mitglieder aus Togo bei einer Aktion zu sehen.
Wussten Sie, dass ...
... die renommierte amerikanische Universität Stanford das deutschsprachige Motto "Die Luft der Freiheit weht" besitzt?
Ein Arbeitsloser kommt ins Job-Center, trifft am Front Desk auf den Case-Manager, der auf Grundlage eines Tiefenprofilings mit Unterstützung des Back Office ein Vermittlungsangebot an die PSA macht.
Isolde Kunkel-Weber, ver.di Vorstandsmitglied, über Anglizismen im Hartz-Bericht (ver.di News vom 12.08.2002)
Wissen Sie, diese dummen Amerikanismen, die sich inzwischen überall einschleichen, finde ich albern."
Peter Sodann , Schauspieler
Medienecho
Zur neuen Entwicklung trage neben dem Motiv der besseren Verständlichkeit auch ein grundsätzlicher Wandel im Verhältnis der Unternehmen zu ihren Kunden bei, sagt slogans.de-Chef Hahn. Ziel von Werbung sei nicht mehr, den Nimbus der eigenen Marke zu erhöhen, sondern den Kunden in den Vordergrund zu stellen. «Und da hat die Muttersprache einen wichtigen Effekt. Sie signalisiert einen vertrauensvollen Umgang.» Für Sprachberater Pogarell steht mittlerweile fest: «Deutsch kommt besser an.»
Englische Slogans kommen aufs Abstellgleis, Klein Report vom 23.9.2007, (www.kleinreport.ch)