Wir schätzen unsere deutsche Muttersprache, die Orgel unter
den Sprachen, wie Jean Paul sie nannte. Um sie als eigenständige
Kultur- und Wissenschaftssprache zu erhalten und vor dem Verdrängen
durch das Englische zu schützen, gründeten wir im Jahr 1997
den Verein Deutsche Sprache. Er ist
eine bunte, große und schnell wachsende Bürgerinitiative mit
mittlerweile über 31.000 Menschen aus nahezu allen Ländern,
Kulturen, Parteien, Altersgruppen und Berufen. Allein ein Drittel davon
sind Freunde der deutschen Sprache aus Asien oder Afrika.
Auch Sie können mitmachen, für nur 30 Euro im Jahr sind Sie dabei.
Bis zum 27. Lebensjahr ist die Mitgliedschaft sogar kostenlos! Hier geht's
zum Beitrittsformular.
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) lobt die Anweisung des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer (CSU)
an seine Mitarbeiter, in seinem Ressort auf Anglizismen zu verzichten. Demnach soll aus dem „Travel Management“
eine „Reisestelle“ werden, statt „Task Forces“ arbeiten in Ramsauers Ministerium „Projektgruppen“ und die
Mitarbeiter treffen sich nicht zum „Inhouse Meeting“ sondern im „hauseigenen Seminar“, „Public Private Partnership“
heißt „Öffentlich-Private Partnerschaft“. weiter
26. Januar 2010: Deutsche Sprache schlecht vertreten
Mit eindrucksvoller Deutlichkeit hat der angehende deutsche EU-Kommissar in
Brüssel, Günther Oettinger, vorgeführt, dass es besser ist, politische
Angelegenheiten in der Europäischen Union in der Muttersprache zu erklären.
Oettinger, der seine Englischkenntnisse laut Financial Times als sehr
sicher einschätzt, ist seit einigen Tagen auf dem Video-Portal Youtube
bei einer Rede zu sehen, die er im Dezember in Berlin gehalten hatte.
Das Video offenbart erhebliche Schwächen des deutschen Politikers bei
der Aussprache von englischen Wörtern und bei der Satzbetonung, so dass
große Teile der Rede vollkommen unverständlich sind.
11. Januar 2010: Sprachschützer greifen Justizminister an
Sprachschützer reagieren entsetzt auf Pläne, Deutsch
als verbindliche Gerichtssprache in Deutschland abzuschaffen.
Nach einer am Wochenende bekannt gewordenen Initiative der Justizminister
von Nordrhein-Westfalen und Hamburg soll das Gerichtsverfassungsgesetz
dahingehend geändert werden, dass künftig in Deutschland
Zivilprozesse auch auf Englisch verhandelt werden sollen. Wirtschaftsanwälte
erhoffen sich dadurch bessere Geschäfte. weiter
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) begrüßt die
Einigung zwischen dem Österreichischen Rundfunk (ORF) und
der Musikwirtschaft in Österreich, den Anteil heimischer
Musik im Rundfunk zu erhöhen. Demnach sollen in den Sendern
des ORF bis 2011 rund 30 Prozent Lieder aus Österreich
gespielt und Musiker aus Österreich besser gefördert
werden. weiter
Sie wissen noch nicht, was Sie zu Weihnachten verschenken sollen?
Überraschen Sie Freunde der deutschen Sprache doch mit
einer VDS-Mitgliedschaft! Mit Ihrem Geschenk unterstützen
Sie die einflussreichste Bürgerinitiative zur Förderung
der deutschen Sprache. Die Mitglieder des VDS setzen sich dafür
ein, dass die deutsche Sprache als Kulturgut, als Gegenstand
und Grundlage des Schulunterrichts, als Sprache der Wirtschaft,
der Medien und der Werbung und als Wissenschaftssprache an Bedeutung
gewinnt.weiter
16. Dezember 2009: Das überflüssigste Wort des Jahres 2009: Sale
Das nützlichste Wort des Jahres 2009: Abwrackprämie
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) hat seine über 31.000 Mitglieder
im In- und Ausland dazu aufgerufen, das nervigste und überflüssigste
Wort des Jahres aus der deutschen Alltagssprache zu wählen. Die meisten
Befragten fanden das Wort „Sale“, was derzeit in nahezu allen Schaufenstern
zu lesen ist, am nervigsten. weiter
11. Dezember 2009: INDEX-Aktualisierung
Seit heute ist die dritte Aktualisierung 2009 des Anglizismen-INDEX
im Netz. Die Wörterliste des INDEX weist jetzt 7.200 Einträge
auf, das Kapitel Anwendungshinweise enthält Änderungen, die
vom Arbeitskreis Wörterliste Anfang November beschlossen worden
sind. Alle Ergänzungen und Änderungen werden wie immer in
die nächste Buch-Ausgabe des Anglizismen-INDEX übernommen.
6. Dezember 2009: Aktion Lebendiges Deutsch
Von Statements werden wir umzingelt, Feststellungen also,
mehr oder weniger wichtigen Verlautbarungen, zumal von Politikern. Sollte
sich dafür nicht ein schlichteres, ein saftiges deutsches Wort
finden lassen? weiter
4. Dezember 2009: Bankensprache unverständlich
Die Banken in Deutschland sprechen oft nicht mehr die Sprache
ihrer Kunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Herbst
von der Universität Hohenheim und der Agentur Communication
Lab durchgeführt wurde. Viele Fachwörter, Anglizismen
und Satzgebilde in den Veröffentlichungen und Werbeprospekten
von Banken, seien so kompliziert, dass man zum Verstehen einen
Hochschulabschluss benötige, urteilt die Studie. weiter
30. November 2009: Gerade erschienen: Sprachnachrichten Nr. 44
Viele Menschen sorgen sich um die Zukunft ihres Dialekts, den sie als
Muttersprache gelernt haben. Die Ausgabe 44 der Sprachnachrichten
geht in ihrem Schwerpunkt dieser Sorge nach. Die Dialekte sind ein Kulturschatz
und ein wichtiges Merkmal regionaler Identität. Für den VDS, dessen
wichtigstes Ziel es ist, die deutsche Sprache zu fördern, ist auch die
Fortentwicklung der Dialekte ein Thema. Der Erlanger Sprachwissenschaftler
Horst H. Munske widmet sich der Frage, ob die Dialekte in Deutschland
eine Zukunft haben. Im Interview erläutert der Tokioer Germanist Sinichi
Sambe, der neue stellvertetende Vorsitzende des Internationalen Deutschlehrerverbands,
die Lage des Deutschen als Fremdsprache in Japan. Vorgestellt werden
Lutz Götze, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des VDS, Rolf Stolz,
Gründungsmitglied der Grünen, und die Wiederentdeckung deutschsprachiger
Lyrik beim Dichterwettstreit. Der IFB-Verlag
Deutsche Sprache legt gute Argumente vor, warum Bücher einen maßgebenden
Teil des vorhandenen Platzes unter dem Weihnachtsbaum beanspruchen sollten.
16. November 2009: Sprachschützer greifen Siegener Rektor an
Der Verein Deutsche Sprache e.V. hat den neugewählten Rektor der Universität
Siegen, den Kölner Philosophen Holger Burckhart, in einem öffentlichen
Brief aufgefordert, die geplanten englischen Bezeichnungen für die neuen
Fakultäten der Universität Siegen fallenzulassen. weiter
1. November 2009: Preise für Cornelia Funke, die Deutschsprachige
Gemeinschaft in Belgien und den Verein Mensch zuerst aus
Kassel
Der Jacob-Grimm-Preis wurde der Schriftstellerin Cornelia Funke
verliehen, Ministerin Eva Kühne-Hörmann hielt die
Laudatio. Der Institutionenpreis Deutsche Sprache ging an die
Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien, er wurde von deren
Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz entgegengenommen.
Der Kasseler Verein Mensch zuerst e.V. erhielt den Initiativpreis
Deutsche Sprache für seine Bemühungen um Leichte
Sprache. weiter
Dr. Jürgen Wickert von der Eberhard-Schöck-Stiftung
übergibt Cornelia Funke den Jacob-Grimm-Preis 2009.
(Foto: Agentur Schröder)
1. November 2009: Aktion Lebendiges Deutsch
Im November sucht die Aktion ein griffiges deutsches Wort für Spotlight.
weiter
25. Oktober 2009: Werbetexter lernen nicht aus Fehlern
Zum dritten Mal führte die Kölner Werbeagentur Endmark
eine Studie über die Verständlichkeit englischer Werbesprüche
durch. Erneut kam sie zu dem Ergebnis, dass rund zwei Drittel
der über 1.000 Befragten zwischen 14 und 49 Jahren englische
Werbesprüche nur teilweise oder gar nicht verstehen.
Es ist schade, dass Werbetexter so wenig Inhalt in ihre
Botschaften legen, sagte VDS-Vorstandsmitglied und Kommunikationstrainerin
Ute Holtgrewe. Dies entwerte eine ganze Branche. Viele Firmen
hätten nach den Ergebnissen der Endmark-Studien in den
Jahren 2003 und 2006 wieder auf deutsche Werbesprüche gesetzt,
so Holtgrewe. weiter
9. Oktober 2009: Erfolg für den VDS
Der Verein Deutsche Sprache e.V. begrüßt die Einigung
zwischen Union und FDP in den Koalitionsverhandlungen, die deutsche
Sprache und das Staatsziel Kultur im Grundgesetz zu verankern.
Es wäre der größte Erfolg unserer Vereinsgeschichte,
wenn es in den nächsten vier Jahren endlich zu dieser Grundgesetzänderung
käme, sagte der Vorstandsvorsitzende und Gründer
des VDS, der Dortmunder Wirtschaftswissenschaftler Walter Krämer.
Der VDS hätte lange bei Politikern und in der Öffentlichkeit
dafür geworben, dass die deutsche Verfassung ein Bekenntnis
zu unserer Sprache erhält, so Krämer. weiter
Bekannte VDS-Mitglieder
Gunter Sachs (Photograph und Autor)
Französisch ist nicht mehr jene Sprache der Diplomaten, trotzdem hat sie sich - dank ihrer Académie und dem französischen Nationalbewusstsein - nur sinnvoll verändert.
Die deutsche Sprache ist rund um den Globus sehr beliebt und verbreitet. Der VDS gehört mit seinen über 15.000 ausländischen Mitgliedern in über 100 Ländern zu den am weitesten verbreiteten Vereinen weltweit. Auf dem Foto sind Mitglieder aus Togo bei einer Aktion zu sehen.
Wussten Sie, dass ...
... die amerikanische Unabhängigkeitserklärung zuerst auf Deutsch veröffentlicht wurde?
Wir brauchen einen erweiterten Verbraucherschutz. Jedes Produkt, von der Fahrkarte bis zum Weichspüler, muss deutlich lesbar in deutscher Sprache benannt und erläutert sein.
Erika Steinbach, Mitglied des Deutschen Bundestags, in Stiftung Warentest 9/2003
Medienecho
In Kommentaren wurde immer schon festgestellt, dass sich die Verfassung hier ausgesprochen karg gibt, eine Beobachtung, die auch der des Vereins Deutsche Sprache (VDS) entspricht. Dieser Verein hat eine Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Sprache ins Grundgesetz" etabliert, und deren Aufgabe ist es, im ganzen Land und besonders in Berlin dafür zu werben, dass das Grundgesetz um einen Artikel 22 a folgenden Inhalts erweitert wird: "Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch."
Aufwallung um ein Herzensanliegen Süddeutsche Zeitung vom 24.2.2007