
Einordnung
Im INDEX sind die Anglizismen in 3 Klassen geordnet, anhand derer erkennbar ist, welche Wirkung sie nach Einschätzung der Autoren auf den Wortschatz der deutschen Sprache haben oder haben können; diese Einordnung unterliegt jedoch keinen objektiven Kriterien. Jeder Nutzer des INDEX mag sie im Einzelfall für sich selbst bestimmen. Anregungen dazu sind willkommen und können über das Eingabefenster der Netzversion gemacht werden.
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»Ergänzend« wirken Anglizismen, die eine Lücke füllen und die selbst dann, wenn sie nicht in jeder Hinsicht assimiliert sind oder nicht den deutschen Sprachregeln entsprechen, in der deutschen Sprache heimisch geworden sind. Deutsche Entsprechungen sind hier dennoch wie bei Fremdwörterbüchern angegeben. Beispiele: Baby, Clown, Interview
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»Differenzierend« gegenüber existierenden deutschen Wörtern sind Anglizismen, die einen neuen Sachverhalt bezeichnen, für den eine deutsche Bezeichnung noch zu bilden und/oder einzuführen ist. Vorschläge für deutsche Entsprechungen werden dazu angeboten. Beispiele: E-Post für e-mail, Prallkissen für air bag, (geschichtliche Vorbilder:) Bahnsteig für Perron, Bürgersteig für Trottoir, Hubschrauber für Helicopter.
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»Verdrängend« wirken Anglizismen, die statt existierender, voll funktionsfähiger und jedermann verständlicher deutscher Wörter und Wortfelder in zunehmendem Maße verwendet werden, dadurch die Verständigung erschweren und den sprachlichen Ausdruck verflachen, oder deren Verwendung für moderne Sachverhalte das Entstehen einer deutschen Bezeichnung und dadurch die Weiterentwicklung der deutschen Sprache verhindern. Beispiele: keeper (Torwart), shop (Laden), slow motion (Zeitlupe), ticket (Fahr-, Eintritts-, Theater-, Kino-, Flugkarte, Strafzettel) bzw. all-inclusive (Pauschalangebot), bad bank (Auffangbank).
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Statistik

Von den rund 7.300 Anglizismen des INDEX sind
3,0 % als ergänzend (1),
18,0 % als differenzierend (2) und
79,0 % als verdrängend (3)
eingeordnet.