AG Dialekte und Regionalsprachen

Gruppenleiter

rasch

Prof. Dr. Dieter Rasch
Am Feldrain 73
18059 Rostock

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Dialekte und Regionalsprachen

Die Dialekte haben nicht nur für die Geschichte der deutschen Sprache eine besondere Bedeutung, sie sind auch ein Kulturschatz und ein wesentliches Merkmal regionaler Identität. Während im Süden des deutschsprachigen Raumes noch die Mehrheit der Bevölkerung einen Dialekt spricht, sind es in der nördlichen Hälfte teilweise weniger als 30 Prozent. Andere Bedingungen liegen in der Schweiz und in Österreich vor. Vor allem die jüngere Generation hat in großen Teilen Deutschlands kaum noch die Möglichkeit, den Dialekt weiterzupflegen.

Für den Verein Deutsche Sprache, dessen wichtigstes Ziel es ist, die deutsche Sprache zu fördern, ist auch die Fortentwicklung der Dialekte ein Thema. Heimat- und Mundartvereine gehören deswegen zu den natürlichen Partnern des VDS.

Aufruf zur Mitarbeit: Projekt „Sherlock Holmes“

 

Dialekte im TV

Dialekte und Regionalsprachen sind ein sprachlich sehr interessantes Phänomen. Genau deshalb hat der VDS e.V. auch eine eigene Arbeitsgemeinschaft zu diesem Thema gegründet. Aber auch in den Medien kommt dieses Thema zur Sprache. Zuletzt zum Beispiel in der ARD-Sendung "Hirschhausens Quiz des Menschen" – das Finale vom 15.10.2016. In dieser Sendung traten die prominenten Kandidaten um Magdalena Neuner und Steffen Halaschka in mehreren Spielen gegeneinander an. In einem der Spiele ging es darum, Krankheiten, die in verschiedenen deutschen regionalen Dialekten erklärt wurden, zu erkennen und auf Hochdeutsch zu benennen. Der Einfachheit halber konnten die Kandidaten zwischen drei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten wählen. Auf Initiative von Frau Rosemarie Saalfeld (VDS-Region Pfalz) und unter Mitwirkung des VDS e.V. wurden hierfür Tonaufnahmen in vier verschiedenen Dialekten aufgezeichnet und für die Sendung zur Verfügung gestellt. Als kurze Einleitung in das Thema wurde den Kandidaten auf Kölsch folgendes Krankheitsbild vorgespielt: „Ich han ald zick drei Dag der Flöcke-maach-vöran un muss luuter göbele". Dass dies umgangssprachlich den Durchfall bezeichnet, war sicherlich nicht nur für einige Kandidaten, sondern auch die Zuschauer neu. Es folgten weitere Beispiele aus dem westpfälzischen, dem hessischen und dem obersächsischen Dialekt, welche allesamt für Erheiterung bei den Kandidaten sorgten. Der Beitrag ist kostenlos auf daserste.de zu sehen, das Dialekt-Spiel von 37:44-49:00 Minuten. Nicht nur für Dialekt-Interessierte sehr interessant und vor allem amüsant.

 

Textbeispiele:

 

Hörproben:

Weitere Dialektproben finden Sie unter dem Menüpunkt Projekte.