Gruppenleiter
(Denglisch im Unterricht)

Franz Aschenbrenner
Kalvarienbergweg 11
93413 Cham

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Franz Xaver Aschenbrenner - Projekt "CDU-Headquarter"

1 - Anstoß für das Projekt

Der Anstoß für dieses Projekt ergab sich, als in einer Fernsehsendung im Jahre 2002 der Wahlkampfleiter der CDU, Michael Spreng, erklärte, er habe eine schwierige Aufgabe vor sich, dies sei eine ziemliche "challenge" für ihn, er sei aber zuversichtlich, man habe ein geeignetes "Headquarter" eingerichtet.

Auf meine Frage an die Schülerinnen (ob sie denn wüßten, was "challenge" und "headquarter" bedeute, kamen nur für "headquarter" Antworten, allerdings auch nur sehr ungenaue (Die Schülerinnen hatten überwiegend einen mittleren Schulabschluß, ihr Ausbildungsberuf Bürokauffrau, 2. Ausbildungsjahr.)

Ein Mädchen "platzte heraus": "Warum reden denn die so "deppert", so daß wir es nicht verstehen? Man sollte denen mal einen Brief schreiben." - Dies machten wir.

Neben einigen Telefonaten ergab sich folgende Korrespondenz mit der CDU-Zentrale in Berlin:

2. Durchführung des Projektes

Das CDU-Denglisch-Projekt war nicht geplant. Es ergab sich aus der täglichen Beschäftigung mit Denglisch für die Erweiterung des englischen Wortschatzes (wie in meinem ersten Beitrag auf dieser Netzseite - Die Behandlung von Denglisch im Unterricht - beschrieben). Der Inhalt des Briefes (Brief 1) wurde von mir mit der Klasse erarbeitet, in englischer Sprache. Den Brief an die CDU verfaßte ich auf Deutsch. Der Einfall, daß man einen Denglisch-Sprecher besser auf Englisch anreden sollte, kam uns erst später. Wir betrachteten es allerdings als "lustiger", die CDU zu bitten, uns auf Englisch zu antworten, weil wir ja eine Englisch-Klasse seien.

Die Antwort der CDU erfolgte aber in deutscher Sprache (Brief 2). Enttäuscht über dieses Verhalten, beschlossen wir, einen Brief in Englisch - sozusagen als Herausforderung - zu schreiben (Brief 3). Dies erforderte ca. 10 Unterrichtsstunden, verbunden mit häuslicher Arbeit.

Die CDU weigerte sich wiederum, auf Englisch zu antworten (Telefonat: kein Muttersprachler zur Verfügung;es könnte beschämend sein, wenn Brief fehlerhaft, Übersetzungsdienst zu teuer).

3. Veröffentlichung des Projektes - Reaktionen

Über unser Briefprojekt berichteten die beiden örtlichen Zeitungen.

Die große Menge an Leserbriefen zeigte, daß das Thema "Denglisch" nicht wenige Chamer Bürger berührte. Die Verfasser der Briefe betonten - bis auf eine Ausnahme - ihre kritische und ablehnende Haltung gegenüber "Denglisch".