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Reden und Widerreden - Argumente zur deutschen Sprache

XLVI. "Täglich findet eine Volksabstimmung für Denglisch statt."

Widerrede:
Die Bürger und Konsumenten stimmen über die Anglomanie der Werbewirtschaft, der Wissenschaft und der Massenmedien genauso wenig ab wie über die Einführung verschweißter (und entsprechend schweißtreibender...) Verpackungen oder die Dreistigkeit des Handels, Batterien und tausenderlei anderes nur noch päckchenweise feilzuhalten.

Vereinzelt ist der Bürger gegenüber der Werbesprache und der öffentlichen Anglomanie fast machtlos. Er müsste sich schon zum Robinson Crusoe und Konsumboykotteur erklären, um seinem Unwillen Luft zu verschaffen oder ihn irgendwie wirksam kundzutun. So wichtig aber ist den meisten Menschen ihre Sprache (noch) nicht, als dass sie sich per Selbstaufopferung gegen die allgemeine Anglomanie auflehnten. Sie belassen es, trotz anderslautender Umfrageergebnisse, meist beim Murren.
Bürgerinitiativen wie der Verein Deutsche Sprache bündeln diesen Unmut politisch und münzen ihn in Aktionen gegenüber Wirtschaft und Politik um. So zeigt und macht der VDS öffentlich, dass die öffentliche Anglomanie von den Bürgern abgelehnt wird.

siehe auch XXXIV.