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Freitag, den 18. Dezember 2009 um 11:09 Uhr

Reden und Widerreden - Argumente zur deutschen Sprache

IXL. "Wer gegen Denglisch ist, sollte sich auch über Wörter wie "zeitgeisty", "obercharming", "kitsch" oder "erbswurst" im Englischen aufregen."

Widerrede:
Als Deutsche geht es uns wenig an, was einen Briten oder Amerikaner am Zustand und an den Entwicklungsperspektiven seiner Muttersprache stört oder nicht stört. Wir sind keine Verfechter abstrakter Prinzipien der Sprachnormierung. Uns geht es um die sprachliche Realität im eigenen Land. Und die steht sehr viel stärker unter dem Druck des Angloamerikanischen als die angloamerikanische Welt unter dem Druck des Deutschen.
Uns ist aber auch bewusst, dass das anspruchsvolle gute Englisch unter seinen weltweit grassierenden Primitiv-Varietäten Bad Simple/Silly English (BSE) und International Congress English (ICE) möglicherweise stärker leidet als das Deutsche unter seinem hausgemachten Denglisch.
Dies ist ein wichtiger Grund, nicht nur im eigenen Land, sondern auch weltweit für Sprachbewusstheit, Vielsprachigkeit und Loyalität zur eigenen Muttersprache zu werben. Wir sind insofern nicht nur Deutsche, sondern auch Internationalisten. Wir wehren uns gegen die Globalisierer, die zwecks Förderung ihrer einheitlichen Waren- und einfältigen Kulturströme am liebsten schon gestern von der sprachlichen Vielfalt über globalen Sprachmischmasch zum englischen Spracheinerlei übergegangen wären.

siehe auch XXX.