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Reden und Widerreden - Argumente zur deutschen Sprache
XXXV. "Der VDS will eine reine deutsche Sprache."
Widerrede:
Diese Unterstellung soll uns als pedantische Saubermänner schlechtmachen. Die Vorstellung von einer reinen Sprache geht auf den Ausdruck sermo purus zurück. Damit bezeichneten die Römer ein von griechischen Entlehnungen freies Latein. Im 17. Jahrhundert wurde von den Sprachgesellschaften in Deutschland gefordert, man solle sich der besten Aussprache im Reden und der reinlichsten und deutlichsten Art im Schreiben befleißigen.
Wir halten es mit den Franzosen, die dem Grundsatz folgen: Ni laxisme, ni purisme - Weder Laxheit, noch Purismus. Wir wollen kein „reines“ Deutsch. Wir wollen jedoch die Flut überflüssiger englischer Wörter zurückdrängen.
Einige englische Ausdrücke wie Laser, Jeans, Computer, dopen, surfen, Team, Stress, Internet tolerieren wir, wenn sie international sind und sich in das Laut- und Formensystem der deutschen Sprache einordnen lassen. Die Zahl dieser englischen oder amerikanischen Anleihen sollte aber möglichst niedrig gehalten werden.
siehe auch LI
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Klares Deutsch in der Politik